Sa, 18. November 2017

Rettung in Antarktis

26.02.2016 10:41

Auf Eisbrecher festgesessen: 37 Forscher geborgen

Nach zwei Tagen im Packeis sind die Forscher auf dem in der Antarktis festsitzenden australischen Eisbrecher wieder an Land: Die 37 Wissenschafter wurden am Freitag von der "Aurora Australis" gerettet und mit einem Schiff zur nahe gelegenen Forschungsstation Mawson gebracht, wie die australische Antarktis-Behörde AAD mitteilte. Die 31 Crewmitglieder bleiben hingegen an Bord und versuchen, den Eisbrecher wieder flottzumachen.

Die "Aurora Australis" war am Mittwoch bei einer Versorgungsmission für die Mawson-Station in West Arm in Horseshoe Harbour auf Grund gelaufen. Die insgesamt 68 Menschen an Bord konnten wegen eines Schneesturms zunächst nicht in Sicherheit gebracht werden. Am Schiffsrumpf wurde nach Angaben der AAD ein Riss festgestellt. Dieser gefährde jedoch nicht die Stabilität des Eisbrechers, auch bestehe keine Gefahr, dass Treibstoff auslaufen könne.

Wenn es der Besatzung gelingt, das Schiff wieder flottzumachen, soll die "Aurora Australis" an eine geschützte Stelle fahren, wo der Schaden genauer untersucht werden soll, wie die Reederei P&O Maritime Services mitteilte. Das könne drei Tage dauern.

Australien hat drei ständige Forschungsstationen in der Antarktis - Mawson (Bild oben), Davis und Casey - sowie eine weitere auf der Macquarieinsel. Wegen der Panne der "Aurora Australis" sitzen auf der Davis-Station bis zu 30 Menschen fest, die der Eisbrecher zurück nach Australien bringen sollte. Sie sollen nun mit einem Flugzeug des US-Antarktisprogramms abgeholt und zunächst zur Casey-Station gebracht werden. Dort sollen sie dann in einem anderen Flugzeug ausgeflogen werden.

Die "Aurora Australis" war übrigens vor zwei Jahren an einer dramatischen Rettungsaktion für ein russisches Forschungsschiff beteiligt gewesen. Die "MV Akademik Schokalskij" war zu Weihnachten 2013 mit 52 Wissenschaftlern, Touristen und Journalisten stecken geblieben. Diese wurden Anfang Jänner 2014 von einem Hubschrauber des chinesischen Eisbrechers "Xue Long" zur "Aurora Australis" geflogen, die die Geretteten nach Tasmanien brachte.

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