Mi, 22. November 2017

Streit um Gatterjagd

24.02.2016 16:49

Mensdorff-Pouilly: Vergleich mit Tierschützer

Ein Rechtsstreit des Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly mit dem Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), Martin Balluch, hat am Mittwoch im burgenländischen Güssing - zumindest vorläufig - ein versöhnliches Ende genommen. Noch bevor die Anwälte der Prozessparteien juristisch die Klingen kreuzen konnten, machte der Richter ein Vergleichsangebot, dem beide letztlich nicht widerstehen konnten. Die "Krone" war beim Prozess dabei.

"Graf Ali" lächelt gewinnend, Balluch wirkt fast ein wenig verlegen, in den Handschlag willigt er aber ein. Zwischen den beiden ist bei einem Prozess um Besitzstörung eine Art Burgfriede vereinbart worden. Doch die Auseinandersetzung dürfte damit kaum erledigt, sondern eher nur vertagt worden sein.

Kritik an Jagdfesten auf Schloss Luising
Der VGT kritisiert schon lange "Graf Alis" Jagdfeste bei dessen Schloss Luising im Südburgenland. VGT-Chef Martin Balluch behauptet, dass gezüchtete Tiere angeliefert und in den Gattern ausgesetzt werden - direkt vor den Flinten der Jagdgäste. "Graf Ali" bestreitet das: "Da hätte die Behörde wohl kaum zugeschaut."

Der VGT demonstriert jedenfalls seit Monaten - stets am Wochenende bei den Festen. Angeblich wurde sogar eine Drohne eingesetzt. Und das ist störend fürs Geschäft, von dem bei den Jagden zweifellos auch die Rede ist. Mensdorff sah letztlich keinen anderen Ausweg, als auf Besitzstörung zu klagen. Im Bezirksgericht Güssing sollte geklärt werden, ob Balluch auf öffentlichem Grund oder Mensdorffs Privatbesitz demonstriert hat.

"Reden Sie mit mir, bevor Sie so was behaupten"
Doch die Diskussion war schnell beendet, ein Vergleich wurde geschlossen. Balluch verpflichtete sich, Mensdorffs Besitz nicht unbefugt zu betreten. Man tauschte Visitkarten und gelobte, im Gespräch zu bleiben. Doch beendet ist der Streit damit kaum: Es gibt Anzeigen, die noch unerledigt sind. Und als die Sprache wieder auf Balluchs Vorwürfe kam, stellte "Graf Ali" scharf fest: "Reden Sie mit mir, bevor Sie so was behaupten. Ich kann das alles widerlegen." Der Friede ist also noch weit.

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