Do, 23. November 2017

Tote auf Fidschi

22.02.2016 10:28

Zyklon „Winston“ verwüstet Touristenparadies

Die Fidschi-Inseln sind vom heftigsten Tropensturm heimgesucht worden, der das Touristenparadies je getroffen hat. Mindestens 21 Menschen sind ums Leben gekommen. Das große Ausmaß der Verwüstungen durch Zyklon "Winston" wird allmählich deutlich. Tausende Häuser und zahlreiche Brücken wurden beschädigt oder zerstört, wie die neuseeländische Luftwaffe nach einem Überflug auch abgelegener Inseln am Montag dokumentierte.

"Winston" war der erste Zyklon der höchsten Kategorie fünf, der das Touristenparadies jemals erreichte. Er traf am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 325 Stundenkilometern auf der Hauptinsel Viti Levu auf Land.

"Wir haben Landsleute, die kein Wasser haben, kein Dach über dem Kopf und keine öffentliche Versorgung", sagte Regierungschef Voreque Bainimarama. Die Versorgung der Einwohner auf den abgelegenen Inseln habe höchste Priorität. Der Strom wurde in Teilen der Hauptinseln wieder hergestellt, aber viele der mehr als 300 Inseln waren noch von der Außenwelt abgeschnitten. Vielerorts waren Wege durch Erdrutsche verschüttet.

Sämtliche Flüge wurden für zwei Tage gestrichen. Am Montag nahm der Flughafen Nadi seinen Betrieb wieder auf, ausländische Touristen erschien in Scharen, um die Inseln zu verlassen. Vor allem für Australier und Neuseeländer sind die Fidschi-Inseln ein beliebtes Urlaubsziel.

Schulen in Notunterkünfte umgewandelt
Alle Schulen wurden für eine Woche geschlossen, viele von ihnen wurden zu Notunterkünften umgewandelt. Insgesamt wurden mehr als 750 derartige Unterkünfte eingerichtet. Helfer begannen am Sonntag mit den Aufräumarbeiten. Nach Angaben des Roten Kreuzes lag die Priorität auf der Stromversorgung der Bevölkerung und der Reparatur beschädigter Häuser. Zudem sollte für ausreichend Trinkwasser in den Notunterkünften gesorgt werden.

Am Südende der Insel Taveuni seien 90 Prozent der Häuser dem Erdboden gleichgemacht worden, berichtete das Blatt "FijiVillage". Die Menschen hätten keinen Zufluchtsort, um sich vor Wind und Regen zu schützen. Australien und Neuseeland versprachen eine Millionenhilfe für den Inselstaat mit rund 900.000 Einwohnern.

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