Mo, 23. Oktober 2017

Nordische Kombi

20.02.2016 15:37

Zwei ÖSV-Teams in Lahti am Podest

Beim Team-Sprint in Lahti landeten gleich zwei ÖSV-Duos am Podest: Bernhard Gruber und Lukas Klapfer sprinteten hinter dem deutschen Team Johannes Rydzek/Fabian Rießle auf Rang zwei. Das zweite österreichische Paar Philipp Orter/Franz-Josef Rehrl belegte Platz drei.

Ein im Finish dramatisches Rennen hat bei der WM-Generalprobe der Nordischen Kombinierer am Samstag in Lahti den Sieg für die Deutschen Johannes Rydzek/Fabian Rießle und völlig unerwartet gleich zwei Podestplätze für Österreich gebracht. Hauptverantwortlich dafür war ein neuerliches Missgeschick des norwegischen Jungstars Jarl Magnus Riiber.

Riiber mit Verletzung out
Bernhard Gruber/Lukas Klapfer, die nach dem Springen auf Rang drei gelegen waren, mussten sich letztlich nur den Siegern um 18 Sekunden geschlagen geben. Eigentlich war der dritte Rang für Österreich 1 fast schon als sicher angesehen worden, doch plötzlich stürzte Riiber nach dem neunten und letzten Wechsel fast gleichauf liegend mit Rießle so unglücklich, dass er sich laut ersten Angaben sogar die Schulter ausrenkte und ausschied.

Riiber war schon am Vortag - den Sieg vor Augen - kurz vor dem Ziel falsch abgebogen und disqualifiziert worden: Ein Verfolgerpulk hinter Gruber/Klapfer kam somit noch zur unerhofften Chance auf einen Podestplatz und das Team Österreich 2 nützte sie. Philipp Orter, der mit Franz-Josef Rehrl das zweite ÖSV-Duo bildete, holte im Fotofinish gegen Manuel Faißt 0,1 Sekunden vor Deutschland 2 den zweiten Podestplatz.

Einzel-Weltmeister Gruber war sehr zufrieden. "Wir sind überglücklich über Platz zwei", sagte der Salzburger im Interview. "Ich habe geschaut, dass ich einen guten Zug mache, weil die Bedingungen waren nicht leicht. Das Material wieder sensationell und Luk hat auch ein super Rennen gemacht", lobte Gruber sowohl die Serviceleute als auch seinen Teamkollegen.

Klapfer war ebenfalls happy: "Wie wir es (nach dem Springen, Anm.) vermutet haben, haben die Deutschen von Beginn weg Druck gemacht", erklärte der Steirer. Rydzek/Rießle waren nach dem Springen ja 57 Sekunden hinter Jan Schmid/Riiber gelegen, holten aber sukzessive auf. "Wir haben uns so gut präsentiert, das wir uns von den hinteren Plätzen abgegrenzt haben. Dann ist das mit Riiber passiert. Jetzt haben wir zwei Teams auf dem Podiums, das ist umso geiler." Die Generalprobe für die Weltmeisterschaften 2017 wird am Sonntag mit einem weiteren Einzelbewerb abgeschlossen.

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