Di, 21. November 2017

Grausamer Verdacht

20.02.2016 10:16

Kolumbien: Häftlinge an Schweine verfüttert?

In einem erst jetzt untersuchten Fall von rund 100 Verschwundenen in einem kolumbianischen Gefängnis werden immer grausamere Details bekannt. Laut einem Bericht des Magazins "Semana" sollen einige Menschen getötet, zerkleinert und Schweinen als Futter verabreicht worden seien. Ein Ex-Mitglied der rechten Paramilitärs habe das bereits eingeräumt.

Demnach soll es sich sowohl um Gefangene, als auch um Besucher und dorthin verschleppte Personen handeln, die zwischen 1999 und 2001 spurlos verschwanden. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass sie die Ermittlungen übernommen hat. Die für den Fall verantwortliche Juristin Caterina Heyck hatte gesagt, es gebe den Verdacht, dass viele der Verschwundenen zerstückelt und in einem Kanalsystem nahe der Haftanstalt beseitigt worden seien könnten. In jener Zeit tobte der Drogenkrieg in Kolumbien, mit brutalen Auseinandersetzungen vor allem zwischen Paramilitärs und linken Guerillagruppen. Gefängnisse waren oft weitgehend rechtlose Räume, in denen es zu Verbrechen kam.

Menschliches Futter machte "Schweine sehr dick"
Der frühere Paramilitär habe eingeräumt, dass es damals einen Vertrag der Strafvollzugsbehörde mit Schweinemastbetrieben in der Hauptstadt Bogota gegeben habe - Essensreste aus dem Gefängniss Modelo wurden als Schweinefutter geliefert. Wegen der teilweisen Verfütterung menschlicher Überreste seien "die Schweine sehr dick geworden", habe der Mann berichtet.

Zugleich sei es immer komplizierter geworden, die Überreste mit den Essenresten zu vermischen. Daher seien viele der getöteten Personen zerkleinert in das Abwassersystem geworfen worden. Nun soll auch untersucht werden, ob es weitere ähnliche Fälle gibt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden