So, 19. November 2017

28 Todesopfer

19.02.2016 18:11

Kurdengruppe TAK bekennt sich zu Ankara-Anschlag

Die "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK), eine militante, der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) nahestehende Gruppe, hat sich am Freitag zum Bombenanschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara bekannt, bei dem diese Woche 28 Menschen getötet und 81 weitere verletzt worden waren. Der Anschlag sei die Antwort auf die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Die TAK hatten sich bereits im Dezember zu einem Anschlag auf einen Istanbuler Flughafen bekannt. Die Angriffe würden fortgesetzt, hieß es auf der Website der Gruppe. Der Selbstmordanschlag vom Mittwoch habe sich gegen einen Konvoi von "Soldaten der faschistischen türkischen Republik" gerichtet. Die Opfer des Anschlags wurden bereits am Freitag begesetzt.

Nach dem Anschlag in Ankara hat sich die Zahl der Festgenommenen auf 17 erhöht. Die Ermittlungen seien "fast abgeschlossen", teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Präsident Erdogan bekräftigte, für ihn gebe es an der Täterschaft syrischer Kurden "keinen Zweifel".

Kurdengruppe YPG weist Beteiligung zurück
"Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Anschlag und den YPG" (syrisch-kurdische Volksverteidigungseinheiten), sagte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Die YPG wiesen die Anschuldigungen zurück.

Erdogan kündigte an, er werde US-Präsident Barack Obama in einem Telefonat darauf hinweisen, wie gefährlich es sei, kurdische Organisationen mit Waffen auszustatten. Dann würden "unsere Freunde" besser als bislang verstehen, wie stark die Verbindungen zwischen den Kurdenorganisationen in Syrien und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Türkei seien.

Täter reiste als Flüchtling ein
Haupttäter des Anschlags ist nach den Erkenntnissen der türkischen Behörden ein 23-jähriger Syrer. Türkischen Medienberichten zufolge war der junge Mann als Flüchtling in die Türkei gekommen und wurde durch seine bei der Einreise genommenen Fingerabdrücke identifiziert. Er wurde bei der Explosion getötet.

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