So, 22. Oktober 2017

Chipdesigner ARM:

19.02.2016 08:30

Smartphones bald stärker als PS4 und Xbox One

Gehören PS4 und Xbox One nächstes Jahr im Vergleich zu Smartphones schon wieder zum alten Eisen? Geht es nach dem britischen Chip-Designer ARM, der die grundlegenden Baupläne für die meisten Smartphone-Prozessoren entwickelt, dann ja. Ein ARM-Manager hat auf der Mobilgeräte-Messe Casual Connect in Amsterdam prophezeit, dass Handy-Prozessoren nächstes Jahr zu den Chips in PS4 und Xbox One aufschließen und sie bald darauf übertrumpfen werden.

"Wenn man ein heutiges High-End-Smartphone oder -Tablet nimmt, dann liegt die Performance bereits über jener der Xbox 360 oder PlayStation 3. Und sie holen schnell zur Xbox One und PlayStation 4 auf", erklärte ARM-Manager Nizar Romdan einem "Venturebeat"-Bericht zufolge auf der IT-Messe Casual Connect. Romdan glaubt, dass die stärksten ARM-Prozessoren schon Ende 2017 eine mit PS4 und Xbox One vergleichbare Grafikleistung bieten werden.

Gelingt es ARM, diese Prophezeiung einzuhalten, könnten Chips, die auf ARM-Plänen basieren, zumindest grafisch mit den derzeit stärksten Spielkonsolen mithalten - und Smartphone-Spiele auf ein ganz neues Level heben. Derzeit von Hardcore-Spielern oft noch belächelt, könnten sie ihnen künftig gegenüber Konsolen nur mehr wenige Kompromisse abverlangen.

ARM-Chips interessant für Virtual Reality
Ein Problem bleibt freilich: Spiele mittels Touchscreen zu steuern, ist nicht jedermanns Sache. Smartphones werden also wohl nicht das Spielen per Gamepad am TV-Gerät ablösen, sie könnten aber für Spieler trotzdem an Bedeutung gewinnen - etwa im Virtual-Reality-Bereich. Hier könnte ihr Formfaktor Smartphones sogar zum Vorteil gereichen, schließlich zeigt beispielsweise Samsung schon jetzt, dass sich damit kabellose Virtual-Reality-Brillen realisieren lassen, während Systeme für den PC an einem dicken Kabelstrang hängen.

Das deckt sich auch mit der Voraussage von ARM. "Unsere Ansicht ist, dass mobile Virtuelle Realität jenes Anwendungsszenario ist, mit dem sich das volle Potenzial von Mobilgeräten für Hardcore-Gamer erst entfesseln lässt", sagt Romdan. Er gesteht aber auch ein, dass es bis zu dieser Vision noch einige Probleme zu lösen gilt - allen voran die überschaubare Akkulaufzeit aktueller Smartphones.

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