So, 19. November 2017

Mehr Einsatzkräfte

16.02.2016 17:01

Polizei-Aktion gegen Störenfriede am Bahnhof Linz!

Die Polizei greift jetzt durch: Ab morgen, Donnerstag, werden zusätzliche Beamte der Einsatzeinheit auf den Linzer Hauptbahnhof geschickt, um Randale, Pöbeleien und Belästigungen zu beenden. Juristisch gesehen ist es der Exekutive erlaubt, Störenfriede des Bahnhofs zu verweisen, heißt es aus der Landespolizeidirektion.

"Krone"-Leser wissen, dass sich Mädchen fürchten, wenn sie den Bahnhof durchqueren müssen. Bei den Eingängen - vor allem beim so genannten Kärntner Auge nahe des LDZ - rotten sich Männer zusammen und blockieren die Eingänge. Bei einem Lokalaugenschein in der Nacht zum Dienstag war das auch deutlich zu sehen. Die Security-Mitarbeiter der ÖBB sind zwar bemüht, für Ordnung zu sorgen - sobald von den Wachleuten in ihren Uniformen aber nichts mehr zu sehen ist, kommen die Störenfriede zurück; ein Katz-und-Maus-Spiel!
Ab heute, Donnerstag, wird die Mannschaft der Polizei von einer weiteren Truppe unterstützt. Die Polizeidirektion schickt ihre Einsatzeinheit auf Streife, um am Bahnhof für Ruhe zu sorgen - die Polizei hat also sehr wohl die Möglichkeit, Präsenz zu zeigen und Störenfriede zu vertreiben.

"Können Personen des Bahnhofs verweisen!"
Rechtlich beruft sich die Exekutive auf Paragraf 2 des Polizeistrafgesetzes, erklärt Landespolizeidirektor-Stellvertreter Erwin Fuchs: "Wenn öffentliche Einrichtungen einschließlich solcher des öffentlichen Personennahverkehrs unzumutbar beeinträchtigt werden, dürfen Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes Personen anweisen, den Ort unverzüglich zu verlassen." Bisher hieß es stets, dass der Polizei am Bahnhof die Hände gebunden sind, weil es sich um ein privates Areal im Besitz der ÖBB handelt. Mit der Anwendung dieses Gesetzes hat die Polizei jetzt aber eine Handhabe, um die Störenfriede zu vertreiben.

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