Mi, 22. November 2017

Jahrelang unentdeckt

16.02.2016 06:48

88-Jährige findet Sprengstoff in der Speisekammer

Einen explosiven Fund hat eine 88 Jahre alte Pensionistin am Valentinstag in Gallizien im Kärntner Bezirk Völkermarkt gemacht: Paula Luschnig entdeckte drei Stangen an Donarit-Sprengstoff, der seit vielen Jahren unentdeckt in der Speisekammer gelagert gewesen sein dürfte. "Ich fand das Donarit hinter der Petroleumlampe", schildert die Frau.

Die 88-Jährige saß - ohne es zu wissen - jahrelang auf einem Pulverfass. Als Paula Luschnig am Valentinstag dann ihre Speisekammer aufräumte, machte sie die besorgniserregende Entdeckung. "Ganz oben auf dem Regal, gleich hinter der Petroleumlampe, fand ich das Donarit", schildert die 88-Jährige. Sie alarmierte sofort die Polizei, die kurze Zeit später anrückte.

Vermutet wird, dass der Sprengstoff vom 2003 verstorbenen Ehemann der Pensionistin stammt. "Er war Schießmeister und Verantwortlicher dafür, wenn in der Gruppe zu Ostern Böller geschossen wurden", erinnert sich Luschnig.

Donarit dürfte laut Verfassungsschutz "sauber" sein
Beim Sprengstoff handelt es sich um ein Fabrikat, das immer wieder im Unterkärntner Raum entdeckt und sichergestellt wird. Zuletzt hat der Verfassungsschutz 2011 ein Sprenglager in Neuhaus ausgehoben. Neben mehreren Waffen fanden die Beamten auch Donarit-Sprengstoff, der offenbar im Zuge einer Anschlagsserie in den 70er-Jahren in Kärnten eingesetzt werden hätte sollen.

Beim jüngsten Fund hingegen dürfte es sich um legal erworbenes Donarit zum "Böllerschießen" gehandelt haben. Zwar beschäftigt der Fund auch den Verfassungsschutz, das Donarit dürfte aber tatsächlich "sauber" sein, wie es heißt. Die Polizei hat den Sprengstoff mittlerweile sichergestellt. Für die Entsorgung ist der Entschärfungsdienst zuständig.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden