Fr, 15. Dezember 2017

Gebäude evakuiert

15.02.2016 15:30

14-Jähriger kommt mit Granate in die Schule

Dramatisch und turbulent hat die Schulwoche an der Neuen Mittelschule Knöllgasse im Wiener Bezirk Favoriten begonnen. Ein 14-jähriger Schüler aus Rumänien tauchte Montagfrüh mit einer Granate in seiner Klasse auf. Das gesamte Gebäude wurde wegen Explosionsgefahr sofort evakuiert, sämtliche Schüler und Lehrkräfte wurden in Sicherheit gebracht.

Der Jugendliche hatte die Werfergranate laut Informationen der "Krone" im Garten seines Elternhauses in Rumänien ausgegraben und dann über die Grenze nach Österreich mitgebracht. Am Montag, während der Schulstunde, holte der 14-Jährige dann den Gegenstand hervor und präsentierte ihn seinen Freunden und der Lehrkraft. Da seine Lehrerin zunächst nicht genau erkennen konnte, worum es sich dabei handelte, zog sie einen Kollegen zurate.

Schließlich wurde entschieden, zur Sicherheit die Polizei zu rufen. Die Exekutive nahm den Vorfall sehr ernst und rückte umgehend mit Experten des Entschärfungsdienstes sowie zahlreichen Helfern der Feuerwehr an. Das gesamte Schulgebäude wurde sofort evakuiert.

Hausdurchsuchung bei 14-Jährigem
Wie die Sachverständigen wenig später feststellten, handelte es sich bei der Granate um ein Kriegsrelikt, das bereits stark verrostet und nicht mehr funktionstüchtig war. Es wurde nach der Sicherstellung fachgerecht entsorgt.

Er habe damit nichts anstellen wollen, beteuerte der 14-Jährige bei seiner Einvernahme. "Der Bub hat uns erklärt, dass er sich durch das Herzeigen der Werfergranate im Geschichtsunterricht eine bessere Note erhoffte", so ein ermittelnder Beamter. Gegen 9.30 Uhr konnte der Unterricht an der Schule wieder aufgenommen werden.

Die Wohnung des 14-Jährigen - er lebt bei seiner Großmutter - wurde im Anschluss von Einsatzkräften auf mögliches weiteres explosives Material durchsucht, gefunden wurde aber nichts. Den Burschen erwartet nun eine Anzeige.

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