Sa, 25. November 2017

Protest in OÖ

12.02.2016 09:03

Massenabschuss von Rabenkrähen und Elstern geplant

Nur dem Zufall sei es zu verdanken, dass der Österreichische Dachverband "pro-tier" von der geplanten Änderung der oberösterreichischen Artenschutzverordnung erfuhr, so der Verein in einer Aussendung. Demnach soll diese schon bald der Abschuss und Fang von 23.000 Rabenkrähen sowie 2500 Elstern erlauben. Dagegen wollen die Tierschützer jetzt vorgehen.

Die Frist zur Einreichung einer Stellungnahme endet bereits am 15. Februar.  "pro-tier"-Verbandspräsident Harald Hofner dazu: "Wir haben bereits unsere Stellungnahme an die Abteilung Naturschutz im Amt der oberösterreichischen Landesregierung übermittelt." Aus seiner Sicht sei es im öffentlichem Interesse, über den Abschuss einer "derartig großen Anzahl dieser höchstintelligenten Vögel" mitzuentscheiden. Hofner kritisiert damit, dass die Verordnungsänderung nicht öffentlich gemacht wurde.

Abschuss laut Tierschützern nicht zielführend
"Weiters ist anzumerken, dass jedem, der sich mit dem Thema Krähen beschäftigt hat, klar ist, dass dieser Massenabschuss weder zielführend noch ethisch-moralisch vertretbar ist", so der Tierschützer. Denn längst sei es wissenschaftlich erwiesen, dass sich die Population auf diese Weise nicht reduziert und der Abschuss daher sinnlos ist. "Viel besser wäre es, wenn sich Betroffene über andere Vergrämungsmethoden zum Schutz der landwirtschaftlichen Kulturen informieren und diese umsetzen würde", so Hofner.

Appell an Tierfreunde: "Protestschreiben verfassen!"
Der Verband österreichischer Tierschutzorganisationen appelliert nun an alle Tierfreunde, Stellung zu beziehen und ihre Stimme für die Rabenkrähen und Elstern zu erheben. "Damit dieses sinnlose Töten verhindert werden kann", schließt Hofner. Die Stellungnahme vom Verband "pro-tier" finden Sie HIER. Eigene Protestschreiben können noch bis zum 15. Februar 2016 an Anita Matzinger, n.post@ooe.gv.at, gemailt werden. Der Verordnungsentwurf (§8a) mit Erläuterungen des Landes sowie einige wissenschaftliche Arbeiten und Studien zu Rabenvögel und Jagd finden Sie zudem HIER.

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