Fr, 24. November 2017

Vater klagt an:

12.02.2016 07:17

„Meine Tochter hat am Linzer Bahnhof Angst“

"Meine Tochter ist 16 und hat Angst, wenn sie am Abend durch den Linzer Bahnhof muss. Wir haben jetzt mit anderen Eltern eine Fahrgemeinschaft gebildet": Mit einem offenen Brief wendet sich nun ein besorgter Vater aus dem oberösterreichischen Alkoven an Landeshauptmann Josef Pühringer und die Polizei. Für die Mädchen ist der Weg zum Zug ein Albtraum.

"Unsere Tochter lernt Friseurin in Linz. Sie muss regelmäßig am Abend durch den Bahnhof gehen. Sie hat uns gesagt, dass sie Angst hat, weil auf ihrem Weg sehr viele junge ausländische Burschen stehen", berichtet Franz H. aus Alkoven (Bezirk Eferding).

Er erzählt: "Meine Frau und ich haben uns das Geschehen vor Ort angesehen, sind mit der LILO nach Linz gefahren und denselben Weg wie unsere Tochter gegangen. Wir mussten dabei feststellen, dass sie nicht übertrieben hat, es war leider schlimmer als gedacht."

"Von einer Polizeipräsenz haben wir nichts mitbekommen, obwohl wir eine Dreiviertelstunde dort waren. Ich hab' mich erkundigt, angeblich gibt es zu wenig Beamte. Nach 20 Uhr sind nur noch fünf Polizisten dort. In einem Land wie Österreich darf es einfach nicht sein, dass unsere Kinder am Weg zur Arbeit und nach Hause Angst haben müssen", so der Vater weiter.

Security: "Fahrgäste wollen auf Bahnsteig begleitet werden"
Ein Lokalaugenschein am Hauptbahnhof zeigt, dass sich an der angespannten Situation wenig geändert hat. Zwar sind durchaus Polizisten und Security-Mitarbeiter vor Ort, dennoch treiben diverse Gruppen weiter ihr Unwesen. Nicht nur die Marokkaner werden als Problem benannt, sondern auch rumänische Bettler. Im Parkhaus nebenan wird trotz der Kameras mit Drogen gedealt.

Joachim Zandl von der ÖBB-Security: "Gerade bei den Spätzügen gibt es immer wieder Fahrgäste, die uns bitten, sie bis auf den Bahnsteig zu begleiten, weil sie sich fürchten."

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