Mo, 20. November 2017

„Sanierung geglückt“

11.02.2016 11:37

Schirnhofer: Pleite abgewendet, 200 Jobs gesichert

Der im Zuge der Zielpunkt-Pleite in die Insolvenz gerissene oststeirische Fleisch- und Wurstproduzent Schirnhofer GesmbH in Kaindorf bei Hartberg dürfte gerettet sein. Die Mehrheit der Gläubiger nahm am Donnerstag am Handelsgericht Graz den Sanierungsplan an. Damit seien rund 200 Jobs gesichert, teilten die Kreditschützer AKV und Creditreform mit.

Aufatmen beim steirischen Fleisch- und Wursthersteller Schirnhofer GesmbH und in der gesamten Region: Die "Sanierung ist geglückt", so die Kreditschützer AKV, Creditreform und KSV am Donnerstag. Rund 200 Jobs und jene von 30 Leiharbeitern in der nicht mit großen Firmen gesegneten oberen Oststeiermark sind sicher. Man hofft, die Verbindlichkeiten noch reduzieren zu können, ein Investor wird gesucht. Ein oder mehrere Investoren sollen eine langfristige Sanierung des Fleischwarenherstellers unterstützen.

In einigen Aspekten der Insolvenz gab es Verbesserungen: Die Quote für die rund 280 Gläubiger wurde von 20 auf 30 Prozent verbessert. "Eine deutliche Mehrheit der Gläubiger hat dem Sanierungsplan zugestimmt", so Franz Blantz vom AKV. Zwar können nicht alle der vorher 270 Arbeitnehmer ihren Job behalten, aber immerhin rund 200 Beschäftigte und 30 Leiharbeiter werden weiter ihrer Arbeit in dem oststeirischen Leitbetrieb nachgehen.

Verhandlungen mit weiteren möglichen Investoren
Nun werden weitere Verhandlungen über eine möglichen Beteiligung durch Dritte bzw. Hinzunahme potenzieller Investoren geführt. Auch für die oststeirischen Almo-Bauern - die die Schlachtrinder vor allem aus der Region Almenland liefern - dürfte das Auskommen gesichert sein.

Das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Schirmhofer GesmbH war am 1. Dezember 2015 am Handelsgericht Graz eröffnet worden, nachdem einen Tag zuvor über die Handelskette Zielpunkt - ein Hauptabnehmer von Schirnhofer-Produkten - ein Insolvenzverfahren eröffnet worden war. Damit war klar, dass ein Drittel des Umsatzes bei Schirnhofer wegfallen werde. Der Betrieb konnte bei Schirnhofer jedoch aufrechterhalten werden, da vier Banken Fortführungskredite von rund 1,4 Millionen Euro ermöglichten.

Die Verbindlichkeiten der Schirnhofer GesmbH betragen 26 Millionen Euro, wovon allerdings noch nicht alles als Forderung anerkannt wurde.

Lesen Sie auch:

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden