Sa, 25. November 2017

Klare Worte

11.02.2016 08:46

Zoran Barisic: „Ich bin gegen Flüchtlingsstopp!“

Dass sich ein aktiver Spitzensportler oder Trainer sich zu brisanten politischen Themen äußert, hat Seltenheitswert. Rapid-Trainer Zoran Barisic hat es getan. In der neuen Ausgabe des Monatsmagazins DATUM sagt er offen: "Ich bin gegen einen Flüchtlingsstopp!"

"Ich bin dafür, dass man diesen Menschen hilft. Meine Eltern sind auch nach Österreich gekommen, weil sie eine Verbesserung ihres Lebens angestrebt haben, genauso wie es die Menschen jetzt tun", wird Barisic zitiert. Er hatte sich dem Magazin in Form eines Doppeltalks mit Kabarettist Florian Scheuba gestellt. Scheuba ist bekennender Rapidler. "Es ist unsere Pflicht, diesen Menschen zu helfen", so Barisic.

Sportlich lief's für Rapid am Mittwoch nicht rund - im Cup-Viertelfinale gab's ein 0:1 gegen die Admira. Im folgenden Video sehen Sie die "Kabinen-Party" der Admira nach dem Aufstieg:

"Es gibt einen Grund, warum man flüchtet"
Der nunmehrige Rapid-Cheftrainer war das erste Gastarbeiterkind, das für die österreichische Fußballnationalmannschaft spielte. Im Interview sagt er: "Es gibt immer einen Grund, warum man flüchtet. Solange es keine Perspektive vor Ort gibt, sprich bessere Bildung oder Arbeitsplätze, werden auch immer mehr Flüchtlinge zu uns kommen." Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, sich politisch zu engagieren, sagt Barisic: "Ja, die Frage ist nur: in welcher Form und wie?"

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