Mo, 11. Dezember 2017

Gefängnisrazzien

10.02.2016 16:55

Justizwache: "Das Sicherheitssystem ist löchrig"

Drogen, Waffen, Handys - nach der alarmierenden Bilanz der Häfn-Razzien in ganz Österreich am Montagnachmittag stehen die Justizwachebeamten im Fokus. Deren oberster Gewerkschafter, Albin Simma, wehrt sich gegen Vorwürfe, bisher weggesehen zu haben: "Das Sicherheitssystem ist löchrig geworden, die Haftanstalten sind viel zu offen."

Bei der Kontrolle von rund 3000 Insassen in den österreichweit 27 Haftanstalten wurden unter anderem 103 Handys, 96 Mal Drogen sowie 65 Hieb- und Stichwaffen (zumeist angefertigt in den hauseigenen Werkstätten) gefunden.

Jetzt wehrt sich die Justizwache, "wenn hier der Eindruck entsteht, aufgrund der hohen Anzahl an sichergestellten unerlaubten Gegenständen versagt zu haben". Vielmehr hätten die Beamten in den randvollen Gefängnissen (rund 9000 Insassen) aufgrund ihres Einsatzes bisher Schlimmeres verhindern können. Die große Menge an Beschlagnahmungen müsse dem Gesetzgeber im Hinblick auf die angespannte Personallage "zu denken geben und zum Handeln nötigen".

Gewerkschaftschef Simma zum Sicherheitsalarm hinter Gittern: "Einerseits sind die Haftanstalten nach außen hin immer offener (Stichwort mehr Besuche, Kuschelzellen, längere Öffnungszeiten der Hafträume), andererseits ist der Umgang mit den Insassen extrem liberal geworden." Ein weiterer Kritikpunkt sei auch, dass Visitierungen oder etwa Fesselungen von Gefangenen bei Ausführungen von der Volksanwaltschaft infrage gestellt werden.

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