Sa, 21. Oktober 2017

Speicherlüge

10.02.2016 10:33

Test: So wenig Speicher steckt in Tablets drin

Wer PC, Notebook, Tablet oder Smartphone kauft, kennt das Problem: Der tatsächlich vorhandene Speicherplatz stimmt zumeist nicht mit den offiziellen Angaben der Hersteller überein. Mitunter bleibt den Käufern sogar weniger als die Hälfte des ausgewiesenen Speichers, wie eine aktuelle Untersuchung der britischen Konsumentenschutzorganisation Which? anhand von mehreren Tablets jetzt zeigt.

Klar ist: Betriebssysteme und andere Anwendungen benötigen ihren Platz. Und wer ein Gerät mit 128, 256 oder sogar noch mehr Gigabyte an Speicher kauft, den wird die dadurch bedingte Verknappung des Speicherplatzes nicht sonderlich stören. Bei Geräten mit deutlich geringerem Speicherplatz können ein paar Gigabyte weniger als eigentlich deklariert jedoch schnell problematisch werden.

So bietet Apples iPad Air 2 in der kleinsten und günstigsten Variante mit 16 Gigabyte Speicher den britischen Konsumentenschützern zufolge tatsächlich nur Platz für 10,3 Gigabyte an Daten - 36 Prozent weniger als angegeben. Beim Samsung Galaxy Tab S 10.5 sind es lediglich rund 8,5 Gigabyte und damit nur knapp etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) des angegebenen Speichers. Gleiches gilt für Microsofts Surface 3, das frisch ab Werk mit 34 statt 64 Gigabyte ebenfalls nur 53 Prozent des angegebenen Speichers bietet. Mit ein Grund dafür: Eine Wiederherstellungspartition benötigt zusätzlichen Platz.

Kaum noch Platz für Updates
Und je günstiger ein Tablet ist, umso größer kann das Problem laut Which? werden. So bietet das LG G Pad 7.0 nach seinem Update auf die Android-Version 5.0.2 statt der angegebenen acht nur noch rund 2,9 Gigabyte Speicherplatz. Das sei gerade noch genug für zehn Musikalben oder einen HD-Film, kritisieren die Konsumentenschützer. Mitunter reiche der Speicher dann irgendwann sogar nicht mehr für Updates aus.

Darauf sollten Sie vor dem Kauf achten
"Wenn Ihnen jemand einen Laib Brot verkaufen würde, von dem bereits die Hälfte gegessen wurde, wären Sie wahrscheinlich beleidigt - und doch passiert genau das die ganze Zeit bei den Speicherangaben von Tablets", bemängelt Which?. Dagegen tun kann man als Verbraucher derzeit allerdings nur wenig. Die Experten empfehlen, vor dem Kauf in den technischen Spezifikationen der Hersteller oder in Produkttests nach dem tatsächlich vorhandenen Speicherplatz Ausschau zu halten und andernfalls darauf zu achten, dass sich der Speicher mittels microSD-Karten oder über die Cloud erweitern lässt.

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