Mo, 18. Dezember 2017

Mit Harnstoff

10.02.2016 08:47

Kühe des Nachbarn vergiftet: Auch Täter bestürzt

Mooskirchen ist der "Garten vor Graz", ein beschaulicher Ort. Jetzt ist in Mooskirchen aber alles anders: Ein Anrainer hat die Kühe des Nachbarn vergiftet! Die Bilder dazu liefern Videokameras im Stall, sieben Rinder sind qualvoll verendet. Alle sind tief bestürzt - auch der Täter! "Ich wollte das nicht, ich liebe Tiere."

Das Misstrauen im Ort ist bei unserem Lokalaugenschein spürbar: Niemand ist auf den Straßen, niemand auf den Feldern. "Hier traut keiner mehr keinem über den Weg", flüstert uns einer fast zu. Seit dieser brutale Fall von Tierquälerei bekannt wurde, der entsetzt. Aber auch die Meinungen der Anrainer sind gespalten. "Von 2010 bis heute hatte ich zwölf tote Tiere", erzählt der betroffene Landwirt. "Allein in den vergangenen Monaten waren es sieben."

"Ich wollte ihn selber erwischen"
Und dann hat er die weißen Kugerln mit Harnstoff im Futter gesehen, installierte zwei Videokameras im Stall: "Ich hab’ mir gedacht: Den will ich selber erwischen." Ein Verdacht war nämlich in ihm gekeimt - und den sieht er jetzt in den Videos bestätigt: "Der Mann geht um 18.45 Uhr durch die Stallgasse. Und füttert aus dem Eimer die Kühe." Besonders pervers: "Einen Teil hat er in den Mischwagen gestreut, aus dem ich selber füttere. Da haben sie von mir noch eine Dosis bekommen."

Täter zeigt sich verzweifelt
Aber etwas verschiebt sich das Bild im Gespräch mit dem mutmaßlichen Täter - weil der schlichtweg verzweifelt ist: "Ich habe meinen ganzen Lebenswillen verloren! Ich wollte das niemals, ich liebe Tiere!"

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