Do, 14. Dezember 2017

Besitzer amtsbekannt

10.02.2016 08:41

Kranke Schildkröten und Hunde in OÖ gerettet

Unglaublich, aber wahr: Vor sieben Monaten wurde ein Paar aus dem Bezirk Rohrbach wegen Tierquälerei und gewerbsmäßigen Betrugs zu nicht rechtskräftigen Haftstrafen verurteilt, jetzt wurden aus seinem Hof erneut 15 verwahrloste und kranke Hunde, Katzen sowie Schildkröten gerettet und ins Linzer Tierheim gebracht.

Seit 2010 hatte das deutsche Paar (52 und 43 Jahre) auf seinem Hof eine Hundezucht betrieben und soll 740 Welpen gehalten haben. Doch im Juni 2015 standen beide wegen Tierquälerei und schweren gewerbsmäßigen Betrugs in Linz vor Gericht: In 270 angeklagten Fällen erhielten die Käufer kranke, von Parasiten befallene Bellos, die oft kurz nach der Übergabe starben.

Schon wieder verwahrloste Tiere abgenommen
Insgesamt soll der Schaden für die Käufer 178.000 Euro betragen haben. Das nicht rechtskräftige Urteil lautete auf je zwei Jahre Haft, für den Ehemann nur teilbedingt. Doch nun wurde erneut ein Amtstierarzt aktiv und nahm dem Paar neun kleine Hunde, zwei Katzen und vier Land- sowie Sporenschildkröten ab. Diese kamen ins Linzer Tierheim, wo sie von den Mitarbeitern gesund gepflegt werden.

Tierfreunde haben kein Verständnis
"Die Tiere waren stark verwahrlost", so Inge Eberstaller vom Tierheim Linz. Auf die Frage, warum das Paar überhaupt noch Tiere halten durfte, hieß es bei der BH Rohrbach nur: "Es handelt sich um ein laufendes Verfahren."

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