Do, 23. November 2017

Deutscher Cup

09.02.2016 17:25

Bochum und Heidenheim träumen von Pokal-Sensation

Für den VfL Bochum und den 1. FC Heidenheim ist das Viertelfinale des DFB-Cups am Mittwoch das Spiel des Jahres. Ein Sieg der Zweitligisten gegen den FC Bayern München bzw. die Berliner Hertha wäre mehr als eine Sensation. Dennoch nehmen die beiden Favoriten die Matches nicht auf die leichte Schulter. Sowohl für die Münchener als auch die Berliner ist das Finale das erklärte Ziel.

Auf dem Weg zum 18. Titel im DFB-Cup will sich der FC Bayern München nicht vom VfL Bochum aufhalten lassen, eine böse Überraschung möchte der Alaba-Klub unbedingt verhindern. "Sie werden sicher mit dem Messer zwischen den Zähnen auf uns warten", warnte daher Angreifer Thomas Müller. "Ich erwarte nicht, dass es ein Spaziergang wird. Dementsprechend müssen wir auch in die Partie reingehen." Auch Trainer Pep Guardiola zeigte vor diesem "Finale" Respekt. Der Tabellenfünfte der 2. Liga sei "sehr aggressiv", die Mannschaft trage eindeutig die Handschrift des früheren Nürnbergers Gertjan Verbeek, lobte der spanische Coach, der sich unbedingt mit dem Triple in Richtung Manchester verabschieden möchte.

Bayern München mit Personalproblemen
Mehr als der Gegner scheint den Startrainer derzeit aber die Personalsituation beim Rekordmeister zu beschäftigen. Vor dem fest eingeplanten siebenten Einzug ins Halbfinale nacheinander muss der Spanier mehrere Personalien offenlassen. Die Frage, ob die wieder im Training befindlichen Franck Ribery und Mario Götze zum Kader gehören, konnte der Katalane ebenso wenig beantworten wie jene über das Debüt von Neuzugang Serdar Tasci nach dessen Gehirnerschütterung. Rafinha und wohl auch Arturo Vidal reisen mit ins "Revier". "Nach dem Training werde ich entscheiden", sagte Guardiola.

Bochum-Coach: "Wir haben einen Plan"
Beim VfL Bochum macht man sich um die Personalsituation des Gegners indes keine Gedanken. Der Underdog befindet sich seit Tagen im Pokal-Fieber und hofft im mit 30.000 Zuschauern ausverkauften rewirpower-Stadion insgeheim auf die große Sensation: "Wir wollen versuchen, das Halbfinale zu erreichen. Das wird schwer. Aber es ist schön, so ein Spiel gegen eine der besten Mannschaften aus Europa zu haben", sagte Bochums Trainer Gertjan Verbeek vor dem Pokal-Hit. Von seiner Elf erwartet er, nicht nur gut zu verteidigen, sondern auch die eigenen Chancen zu suchen. "Wir haben einen Plan und probieren auch, Fußball zu spielen. Die Mannschaft muss an sich glauben, um ein richtig gutes Pokalspiel zu machen", sagte Verbeek.

Heidenheim möchte Bundesligisten Hertha ausschalten
Ein ähnlich schweres Unterfangen wartet auch auf den zweiten im Bewerb verbliebenen Zweitligisten. Der 1. FC Heidenheim möchte der Berliner Hertha zu Hause das erhoffte erste Endspiel im eigenen Stadion vermiesen. "In einem Spiel ist es immer möglich, die Verhältnisse zu drehen", sagte Trainer Frank Schmidt, der als Libero 1994 mit dem fränkischen Dorfklub TV Vestenbergsgreuth den FC Bayern aus dem Bewerb geworfen hatte. In Berlin will man sich davon aber nicht beirren lassen. Nur noch zwei Siege fehlen dem Bundesligisten im aktuellen Bewerb. Dann wäre die Profimannschaft erstmals Final-Hauptdarsteller, seit 1985 das "deutsche Wembley" im Olympiastadion installiert wurde.

Hertha-Coach: "Das wird ein Pokal-Fight"
"Das wird ein Pokal-Fight", sagte Hertha-Coach Pal Dardai vor der lösbar scheinenden Aufgabe beim Zweitliga-Achten Heidenheim: "Wir werden sie nicht unterschätzen." Zumal der Trainer personell umstellen muss, da mit Vladimir Darida und Kapitän Fabian Lustenberger wichtige Stützen verletzt sind. Zwar besteht noch eine Mini-Hoffnung, doch der Trainer sagte angesichts der nächsten Liga-Aufgabe schon am Samstag beim VfB Stuttgart: "Es wird schwierig sein, das zu entscheiden. Ich kann auch keine angeschlagenen Spieler aufstellen, es kann auch über 120 Minuten gehen."

Bei einem Pokalsieg würde er sich seine Haare blau färben, verkündete Dardai im Überschwang nach einer Super-Hinrunde. Die Zweitligisten Arminia Bielefeld, FSV Frankfurt und 1. FC Nürnberg hatte sein Team da bereits auswärts aus dem Weg geräumt. "Es wäre schön, wenn wir ein neues Kapitel in der Pokalgeschichte schreiben", bemerkte auch Michael Preetz. Der Manager würde nach den bisher verdienten Pokalgeldern von rund zwei Millionen Euro auch die zwei Millionen für den Halbfinal-Einzug gern mitnehmen.

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