Fr, 15. Dezember 2017

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09.02.2016 08:17

Erfolg für Petition gegen Welpen im Zoofachhandel

Die "Vier Pfoten"-Petition gegen den Verkauf von Hunde- und Katzenwelpen in Zoofachhandlungen ist ein Riesenerfolg: Innerhalb von nur wenigen Tagen wurde sie von über 11.100 Personen unterschrieben. Anstoß dafür gab auch ein "Krone"-Artikel rund um die Haltung der verschiedenen politischen Parteien zu diesem Thema, der große Wellen geschlagen hat.

Unter www.vier-pfoten.at/welpenverkauf hatte die Tierschutzorganisation Mitte der vergangenen Woche an die Österreicher appelliert, gemeinsam von der zuständigen Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser ein entsprechendes Verkaufsverbot zu fordern. "Man sieht, dass es ein Thema ist, das der Bevölkerung am Herzen liegt", sagt Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros der "Vier Pfoten". "Auf unseren Social-Media-Kanälen sind die Leute zu Recht entsetzt, dass diese Tierquälerei noch immer erlaubt ist."

Einstiges Verbot wurde wieder gekippt
Ursprünglich hatte das 2005 in Österreich in Kraft getretene Bundestierschutzgesetz den Verkauf von Hunde- und Katzenwelpen im Zoofachhandel verboten. Aus gutem Grund:  Die mitunter wochenlange Zurschaustellung in tristen Verkaufsräumlichkeiten bedeutet eine extreme Belastung für die Tiere. Zum Entsetzen vieler Tierschutzorganisationen wurde das Verbot 2008 wieder gekippt und der Verkauf unter bestimmten Auflagen, wie etwa regelmäßigen Kontrollen, wieder erlaubt.

Spontankäufe und schlecht sozialisierte Tiere
Dabei liegt es auf der Hand, dass Verkaufsräumlichkeiten ohne Frischluft und natürliches Licht  kein artgemäßes Zuhause für einen Welpen sind. Gerade in der wichtigen Prägephase sind die Tiere wochenlang in strukturlosen Abteilen vollkommen isoliert von wichtigen Bezugspersonen. Zudem entscheiden sich potenzielle Käufer oft aus einem Impuls heraus und kaufen ein Tier völlig unüberlegt. Auch wird - anders als im Tierheim oder beim Züchter - nicht darauf geachtet, ob Mensch und Tier überhaupt zusammenpassen, geschweige denn das neue Zuhause überhaupt für ein Tier geeignet ist.

"Unterschreiben Sie bitte die Petition!"
"Wir hoffen auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung. Je mehr Tierfreunde die Petition unterschreiben, desto besser", so "Krone"-Tierexpertin Maggie Entenfellner. "Wir bekommen fast täglich Anfragen von Menschen, die nach finanzieller Unterstützung fragen, weil die in der Zoohandlung gekauften Welpen plötzlich schwere Krankheitssymptome zeigen und die tierärztliche Behandlung so teuer ist. Wir haben uns aber schon vor einiger Zeit dagegen entschieden, Welpenkäufe in Tierhandlungen oder von dubiosen Händlern mit unseren ohnehin knappen Spendengeld zu unterstützen."

HIERkönnen Sie die Petition unterschreiben!

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