Mi, 22. November 2017

Tirolerin berichtet

07.02.2016 12:27

Sex-Angriff: „Sehe noch seine gierigen Blicke“

Es waren qualvolle Minuten, die eine 44-Jährige vergangene Woche im Tiroler Hall erleiden musste: Auf dem Parkplatz eines Supermarktes wäre sie beinahe von einem 21-jährigen Asylwerber vergewaltigt worden. Seither leidet sie an sehr starken Schlafstörungen und Angstzuständen. Um anderen Frauen zu helfen, wagt sie nun den Schritt an die Öffentlichkeit - und zwar in einem emotionalen "Krone"-Gespräch.

"Sobald ich die Augen schließe, sehe ich ihn vor mir. Seine bösartigen, gierigen Blicke haben sich in meinen Kopf eingeprägt, obwohl ich dagegen ankämpfe. Ich hab keine Kraft mehr, bin verzweifelt und weiß nicht mehr weiter", erzählt die 44-Jährige unter Tränen.

Es ist das Gesicht ihres Peinigers, das sie bis in den Schlaf verfolgt. Zu grausam waren die Taten, die er ihr angetan hat. Und zwar am helllichten Tag. "Ich ging gegen 16.45 Uhr in den Supermarkt, um ein paar Lebensmittel zu besorgen", erklärt die Tirolerin. Doch der anfangs harmlose Einkaufsbummel entpuppte sich innerhalb weniger Minuten als wahrer Albtraum.

"Ich stand vor der Käseabteilung, als mich ein jüngerer Mann ansprach. Er fragte mich, ob wir Freunde werden könnten. Das hab ich abgelehnt und ihm mehrmals deutlich gesagt, dass er mich in Ruhe lassen soll", schildert die Hallerin. Doch der Mann blieb hartnäckig. "Plötzlich kam er mir sehr nahe und wollte mich auf den Mund und den Hals küssen. Ich wusste nicht, wie mir geschah", fügt die Frau zitternd hinzu.

"Ich war wie gelähmt"
Dann ergriff sie die Flucht. Sie bezahlte die Lebensmittel, ging zum Auto, lud die Einkäufe ein und setze sich auf die Fahrerseite. Als sie die Tür schließen wollte, stand der 21-Jährige plötzlich neben ihr. "Da wusste ich, dass etwas Schlimmes passieren wird", erinnert sich die 44-Jährige.

Der Mann beugte sich mit seinem ganzen Oberkörper auf sie. "Er fing an, mir in den Schritt zu greifen und berührte meine Brüste - und zwar immer und immer wieder. Er küsste meinen ganzen Hals, er küsste mich auf den Mund. Ich versuchte, mich wegzudrehen. Doch irgendwann war ich wie gelähmt", schildert das Opfer.

Einkäufer als Retter
Noch bevor es zum Äußersten kommen konnte, nahm der Albtraum ein Ende. "Auf dem Parkplatz neben mir wollte plötzlich jemand einparken. Mein Peiniger musste die Autotür etwas schließen. In dem Moment gelang es mir, ihn wegzustoßen, die Tür ganz zu schließen und die Zentralverrieglung zu aktivieren. Dann fuhr ich auf der Stelle nach Hause", sagt die Frau.

Die Polizei konnte den 21-Jährigen mittlerweile ausforschen. Er wird auf freiem Fuß angezeigt. Doch die Narben, die er beim Opfer hinterlässt, sind groß: "Ich träume jede Nacht von ihm und wache schweißgebadet, heulend und zitternd auf. Dann liege ich stundenlang wach und hab die grausamen Szenen vor Augen." Seither ist auch die Angst ihr ständiger Begleiter: "Ich traue mich allein nicht mehr vor die Tür. Ich bin ein totales Wrack", gibt sie offen zu.

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