Fr, 20. Oktober 2017

Ermittlungen laufen

06.02.2016 15:19

Kaffeesiederball: 150.000 Euro verschwunden

Tausende Besucher sind am Freitag, in der Hofburg im höchsten Walzerglück geschwebt: Doch hinter der Fassade des Kaffeesiederballs - eine der größten Tanzveranstaltungen Österreichs - brodelt es. Ein Verein organisiert das Fest. Dort soll viel Geld verschwunden sein. Die Justiz ermittelt. Und der Obmann trat zurück.

"Nachdem uns von Vereinsmitgliedern Unregelmäßigkeiten zu Ohren gekommen sind, haben wir auf eine externe Wirtschaftsprüfung gedrängt", heißt es aus der Wirtschaftskammer Wien, die mit 20.000 Euro jährlich zu den größten Sponsoren des Balls zählt. Eine Wirtschaftskanzlei durchleuchtete den Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer - ein privater Verein, dessen Gebaren für Außenstehende so undurchsichtig erscheint wie eine Nebelwand.

Die Buchprüfer wurden offenbar fündig. Sie stießen auf "fragliche Entnahmen" aus der Ballkasse in Höhe von rund 150.000 Euro, heißt es aus gut informierten Kreisen. "Wir haben der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung und das Gutachten übermittelt", bestätigt die Wirtschaftskammer. "Und wir fordern volle Aufklärung, was mit dem Geld geschehen ist."

Denn Gespräche mit dem Veranstalter hätten keinerlei Klärung gebracht. Wo ist das Geld also geblieben?

Obmann zurückgetreten
Obmann des Kaffeesieder-Klubs ist Maximilian Platzer. Welche Rolle der Kommerzialrat in dem Fall spielt oder ob er möglicherweise von internen Konkurrenten hinters Licht geführt wurde, ist derzeit noch unklar. Der Kaffeehaus-Betreiber war für die "Krone" am Freitag jedenfalls nicht erreichbar. Das Vereinsbüro verweist in dieser Causa auf den Montag. Am Abend überschlugen sich schließlich die Ereignisse. Bekannt wurde: Maximilian Platzer ist als Obmann zurückgetreten, ihm folgt Frau Anna Karnitscher vom Café Weidinger.

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