Do, 23. November 2017

Endgültiges Aus

05.02.2016 08:50

Mozilla zieht im Mai bei Firefox OS den Stecker

Bereits Anfang Dezember hatte Mozilla sein mobiles Betriebssystem Firefox OS für gescheitert erklärt und dessen Einstellung angekündigt, jetzt zieht das Unternehmen einen endgültigen Schlussstrich: Nur noch bis Mai sollen sich Mitarbeiter um das Betriebssystem kümmern.

Wie die Mozilla-Stiftung in einer Mail ankündigte, werden die Arbeiten an Firefox OS nach der Fertigstellung der Version 2.6 eingestellt. Ab diesem Zeitpunkt wird es demnach zumindest von offizieller Seite keine Updates mehr für das mobile Betriebssystem geben. Mozilla geht davon aus, das dies im Mai erfolgen wird.

Bereits zum 29. März schließt der Marketplace seine Pforten - zumindest für Android- sowie Desktop- und Tablet-Anwendungen, die nach dem Stichtag eingereicht werden. Firefox-OS-Apps wolle man hingegen noch bis 2017 akzeptieren. Alle anderen Apps, die das mobile Betriebssystem nicht unterstützen, würden aus dem Marketplace entfernt, hieß es.

Gänzlich aufgeben will Mozilla - wie bereits im Dezember verkündet - sein Firefox OS aber nicht. In Zukunft soll das System vornehmlich auf SmartTVs sowie vernetzten Geräten - Stichwort "Internet der Dinge" - zum Einsatz kommen. Derzeit arbeite man an drei Projekten, darunter auch ein SmartTV; ein Dutzend weitere Projekte befänden sich in der Prüfung, so Mozilla.

Chancenlos gegen Android und iOS
Mozilla hatte Firefox OS im Jahr 2013 vorgestellt. Geräte mit dem mobilen Betriebssystem waren als günstige Smartphones zunächst vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer gedacht. Sie wurden unter anderem in Lateinamerika und in Europa zum Beispiel in Polen auf den Markt gebracht.

Allerdings wurden auch Smartphones mit dem dominierenden Google-System Android immer günstiger, was Firefox OS schnell den Wind aus den Segeln nahm. Der Anteil am Smartphone-Geschäft blieb minimal.

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