Sa, 18. November 2017

Delfinschutzaktivist

05.02.2016 12:01

Ric O‘Barry nach Haft aus Japan ausgewiesen

Bei seiner Ankunft am Flughafen von Tokio am 18. Januar wurde Ric O'Barry, ehemaliger Flipper-Trainer, Delfinschutzaktivist und Protagonist des Oscar-gekrönten Dokumentarfilms "Die Bucht", in Japan inhaftiert. Nun wurde er nach 18 Tagen freigelassen - und in ein Flugzeug gesetzt und des Landes verwiesen. Der Fall sorgt für Proteste, Tierschützer sehen die demokratiepolitischen Prinzipien in Frage gestellt.

Die japanischen Behörden begründen die Einreiseverweigerung damit, dass O'Barry den Status eines Touristen nicht erfülle. Ric O'Barry ist dafür bekannt, dass er weltweit Aktivitäten anprangert, bei denen Delfinen Leid zugefügt wird. Seine Inhaftierung durch japanische Behörden wirft nun die Frage auf, ob man nur dann als Tourist gelten kann, wenn man gegenüber Vorgängen im besuchten Land unkritisch ist oder zumindest seine Meinung nicht äußert.

Mitstreiter sammeln Unterschriften für Freilassung
Der 75-jährige Aktivist war knapp drei Wochen in Haft. Der einzige Grund: seine kritische Haltung gegenüber der Bejagung von Delfinen. Ric O'Barrys Organisation "Dolphin Project" sammelte Unterstützungserklärungen für seine Freilassung. Erst im Dezember 2015 war Ric O'Barry einer Einladung nach Wien gefolgt. Im Rahmen der unter dem Motto #staywild durchgeführten Veranstaltungen wurde auch um einen persönlichen Gesprächstermin mit dem japanischen Botschafter in Österreich angefragt und dieser zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung eingeladen. Beide Anfragen wurden abgelehnt.

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