Mi, 22. November 2017

Während Premiere

04.02.2016 23:42

Bombendrohung: Stadttheater Klagenfurt geräumt

Das Klagenfurter Stadttheater ist am Donnerstagabend wegen einer Bombendrohung geräumt worden. Es lief gerade die Premiere der Puccini-Oper "Madame Butterfly", als bei der Polizei der Drohanruf einging. Das Gebäude wurde evakuiert, 850 Personen verließen innerhalb weniger Minuten das Theater. Verletzt wurde niemand. Beamte mit Hunden durchsuchten die Räumlichkeiten auf Sprengstoff - am späten Abend erklärte die Polizei, dass es sich wohl um einen üblen Scherz gehandelt habe. Es sei keine Bombe gefunden worden.

"Das Gebiet ist großräumig abgesperrt worden, es sind jetzt nur noch Polizisten dort", hatte Behördensprecher Rainer Dionisio kurz nach der Räumung berichtet. Der Drohanruf war um 20.44 Uhr eingegangen. Intendant Florian Scholz unterbrach die Vorstellung und bat die Gäste, das Gebäude zu verlassen.

Busse transportierten Gäste und Darsteller ab
Die Stadtwerke Klagenfurt waren schnell mit Bussen an Ort und Stelle, um Besucher, Darsteller und übriges Personal aus dem unmittelbaren Nahbereich zu transportieren. Nach dem Abschluss der Evakuierung begannen sprengstoffkundige Beamte mit Suchhunden ihre Arbeit. Die Suche nach Sprengstoff nahm mehrere Stunden in Anspruch, am späten Abend wurde schließlich Entwarnung gegeben, berichtete die ORF-"ZiB 24".

Kaiser: "Erleichtert, draußen zu sein"
Wie bei Premierenfeiern des Stadttheaters üblich, waren Vertreter von Landespolitik und -prominenz unter den Gästen. So hatten etwa Landeshauptmann Peter Kaiser, Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz und Kulturlandesrat Christian Benger die Vorstellung besucht. "Es ist alles sehr geordnet, sehr diszipliniert abgelaufen", sagte der Landeshauptmann. "Die Polizei hat klare Anweisungen gegeben, es haben alle sehr verantwortungsvoll reagiert. Die Leute waren erleichtert, als sie draußen und hinter den Absperrbändern waren."

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