Mi, 22. November 2017

Kremser als Opfer

03.02.2016 16:55

Morphium-Raub: Täter locken Notarzt in Hinterhalt

Er kam, um zu helfen, und wurde selbst zum wehrlosen Opfer: Es ist ein schier unglaublicher Vorfall, der sich am Wochenende auf einer Nebenstraße im Raum Gföhl in Niederösterreich abgespielt haben soll. Ein Kremser Hausarzt wurde zu einem vermeintlichen Notfall gerufen und ausgeraubt. Abgesehen hatten es die Täter auf Morphium und Geld.

Es war schon dunkel, als der renommierte Mediziner am Samstagabend in sein Auto stieg und Richtung Norden raste. Es ging um Minuten, um ein Menschenleben. Zumindest vermittelte ihm das der unbekannte Mann am Telefon. Sein Freund sei verletzt worden, sagte er dem 57-jährigen Notarzt. Er brauche dringend Hilfe.

Arzt zu abgelegenem Forstweg gelotst
Ohne zu zögern fuhr der Mediziner zu dem abgelegenen Treffpunkt. Am dortigen Forstweg wartete bereits der Anrufer, ein Mopedfahrer, auf ihn. Dass dieser ohne Nummernschild unterwegs war, machte den Arzt vorerst nicht stutzig.

Vom "Freund, der Hilfe braucht", wie der Mann angab, fehlte jedoch jede Spur. Und so folgte der Mediziner dem vor ihm fahrenden Mopedlenker zum vermeintlichen Unglücksort. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellen sollte, denn wenig später gesellte sich in der Dunkelheit ein zweiter Unbekannter auf einem Zweirad dazu.

Das Täter-Duo kesselte den Arzt mit ihren Fahrzeugen ein. Der Mediziner hatte keine Chance, sich aus der misslichen Lage zu befreien. Einer der Gauner fackelte nicht lange, riss die Autotür auf und bedrohte den Kremser Arzt. Seine Forderung: Er wollte alle Schmerzmittel aus dem Notfallkoffer sowie Bargeld.

Keine Hinweise auf die Täter
Der Polizei vertraute sich der Mediziner erst am Montag an. Die Fahndung nach den Räubern läuft. "Bisher gibt es keine Hinweise auf die Täter", so Susanne Waidecker von der Staatsanwaltschaft Krems.

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