Di, 21. November 2017

Asylkrise & Kosten

01.02.2016 10:33

„Keine Pflicht der Selbstzerstörung“

Die Politik der offenen Grenzen, das große Einladungs-Projekt, "kann nicht gut gehen" - auch der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk spricht jetzt das aus, was ohnehin längst eine breite Mehrheit erkannt hat.

Diese Mehrheit in Deutschland und Österreich muss sich aufgrund ihres recht gesunden Hausverstands bereits seit Monaten als Hetzer, Nazis etc. beschimpfen lassen: Diese Mehrheit wollte und will nicht, dass unkontrolliert Menschenmassen unser Europa stürmen - und sie hat verständlicherweise Angst vor einer oft radikal gelebten Religion, die diese Fremden importieren.

"Es gibt keine moralische Pflicht der Selbstzerstörung", warnt Sloterdijk nun im Magazin "Cicero": Die "Überrollung" Deutschlands sei mit dem anhaltenden "Souveränitätsverzicht der Regierung" nicht mehr aufzuhalten. Und der Philosoph warnt Kanzlerin Angela Merkel - eine Mahnung, die durchaus auch Österreichs Bundesregierung beachten darf: "Eine Milliarde Menschen werden versuchen, aus den Armutszonen in den Wohlstandsraum zu gelangen. Die Politik der offenen Grenzen kann final nicht gut gehen."

Geschätzte Asylkosten: 1,35 Milliarden pro Jahr
Sloterdijk liegt mit seiner Annahme nicht falsch, wie die neuesten Zahlen über die Asylkosten zeigen. Sie stammen nicht aus Österreich, wo die Intransparenz der Stadt- und Bundespolitik längst achselzuckend hingenommen wird. Nein: Die Schweizer haben sehr genau kalkuliert, was die Grundversorgung eines Asylwerbers im Monat kostet - und dies auch veröffentlicht.

Die Fakten sind alarmierend: Die Komplettversorgung (Quartier, Lebensunterhalt, Sprachkurs etc.) eines einzigen Asylsuchenden summiert sich im Monat auf 1250 Euro. Bei derzeit 90.000 Asylwerbern in Österreich kostet uns das im Jahr 1,35 Milliarden Euro - oder 156.250 Euro pro Stunde. Noch ohne die Gratis-Öffi-Tickets für Wiens Asylwerber, und ohne die Ausgaben für den Assistenzeinsatz.

Also mindestens 1,35 Milliarden Euro an Kosten allein heuer für den Bund und die Gemeinden, die eigentlich ohnehin schon seit Jahren hochverschuldet sind. Zur Erinnerung: Erst kürzlich hat Rot-Grün den notleidenden Wienern den Heiz-Hunderter gestrichen.

Verständlich, dass eine besorgte breite Mehrheit immer lauter "Grenzen dicht" ruft - nur noch eine kleine Minderheit wirbt mit ihren hohlen "Wir schaffen das"-Phrasen für Österreichs Selbstzerstörung.

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