Di, 17. Oktober 2017

Frühe Warnung

01.02.2016 09:14

„Ich verdanke den Krebssuchhunden mein Leben“

Hunde können Suchtgift erschnüffeln, Drogen oder Trüffel - warum also nicht auch Krankheiten? "Es funktioniert bei Krebs", sagt Hundeexperte Wolfgang Gleichweit klar.

Dass "Socke" sich freut, als er in den extra aufgestellten Parcours geht, ist offensichtlich - der Border Collie macht es mit Schwung, aufgeregt, so wie andere, kurz bevor sie ein Stockerl geschmissen bekommen. Dann huscht er von einem Röhrchen zum nächsten, schnuppert, rennt weiter, wedelt dabei. Und dann bleibt er plötzlich bei einem Röhrchen stehen. "Zeig's mir", sagt Wolfgang Gleichweit. Und Socke legt die Pfote auf die Probe und den Kopf schief. Als wollte er sagen: "Das da!"

Gleichweit bildet seit Jahrzehnten Hunde aus
Wolfgang Gleichweit ist einer von den ganz großen in Sachen Hundeausbildung. Für die Polizei hat er jahrzehntelang Hunde ausgebildet und geführt. Niemals brutal, "sowas geht gar nicht. Das läuft alles nur über den Spieltrieb." Und immer mit dem Hund in der Nähe: "Ein Tier gehört auch bei der Polizei zum Herrl oder zum Frauerl. Zur Familie. Nicht in einen Zwinger."

Viele Hindernisse für die "Krebshundestaffel"
Auch in seiner Pension hat der Steirer nie aufgehört, sich mit seinen geliebten Vierbeinern zu beschäftigen. Und ist dabei auf einen Hund in Florida gestoßen, der Hautkrebs erschnüffeln kann. Warum, so sein Gedanke, sollte das nicht auch bei uns gehen? Kurzgefasst - es war eine wahre Odyssee. Tausende Kopfschüttler von Schulmedizinern, viele viele Probedurchläufe, zahlreiche Rückschläge, Hunderte Versuchsanordnungen und Studien später macht der sympathische Steirer heute Furore weit über die Grenzen hinaus: mit seiner ersten "Krebshundestaffel".

Staffel untersucht Urin, Atemluft und Speichel
Das Ganze funktioniert so: Man kann ein Paket anfordern, die drei Proberöhrchen darin befüllen. Mit Urin, Atemluft und Speichel - fallweise auch Blutserum. Die Hunde riechen daran und erkennen, wenn etwas anders riecht als bei einem gesunden Menschen. Die Erklärung klingt simpel. Gleichweit: "Weil die krebsbefallene Zelle einen alkalischen Geruch hat." Mehrere Durchgänge sind notwendig, alle Hunde gehen über die Proben, nur wenn sie sich einig sind benachrichtigt Gleichweit auch den Betreffenden.

Viele Rückmeldungen: "Hunde haben mein Leben gerettet"
Dafür ist hohes Fingerspitzengefühl notwendig, "und das ist das einzige, was mich an der Arbeit belastet. Ansonsten sehe ich sie als großen Beitrag zur Vorsorge." Denn: Der Hund riecht, was die Schulmedizin manchmal noch gar nicht erkennen kann. Oft gibt es auch zwei Ärztemeinungen zu einer Causa - die Hundeschnauze ist da unbestechlich. Und Gleichweit sagt klar: "Wir haben jetzt schon Tausende dieser Pakete ausgewertet. Ich habe noch nie die Rückmeldung bekommen, dass das Ergebnis der Hunde falsch gewesen wäre." Dafür aber unzählige Dankesbriefe. Wie: "Ihr Hund hat mein Leben gerettet, weil ich dank ihm sofort zum Arzt gegangen bin und durch die Früherkennung geheilt werden konnte." Oder schlicht: "Ich verdanke dem Hund mein Leben..."

Informationen erhalten Sie unter www.krebssuchhunde.at oder Tel.: 0664/97 90 300.

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