Di, 21. November 2017

Damen erleichtert

31.01.2016 10:08

„Kein Skifahren!“ Maribor-Slalom abgebrochen

Eine weiche, brüchige Piste, Schlaglöcher, Regen, unwirtliche Bedingungen - unter höchst fragwürdigen Bedingungen ist am Sonntagvormittag der erste Durchgang des Damen-Slaloms in Maribor über die Bühne gegangen. "Das ist nicht mehr Skifahren", stöhnte Michaela Kirchgasser, die bereits 2,40 Sekunden hinter der führenden Sharka Strachova lag. Ihr wäre lieber gewesen, das Rennen abzusagen - was später auch tatsächlich passierte.

Nachdem die Top-Gruppe im Ziel und viele Rennläuferinnen richtig sauer waren, entschieden sich die FIS-Verantwortlichen, das Rennen abzubrechen. Eine Entscheidung, die auch Carmen Thalman erleichterte. Sie war mit 2,42 Sekunden Rückstand beste Österreicherin gewesen und hatte schon nach ihrem Lauf gemeint: "Ich verstehe nicht, warum man so ein Rennen überhaupt startet."

Nach 25 Läuferinnen hatten die FIS-Verantwortlichen dann tatsächlich genug gesehen. Sie entschieden auf Abbruch, das Rennen wird nicht gewertet.

Nicht fair
Athletensprecherin Strachova hatte laut einem ORF-Interview vor Rennbeginn ihre Kolleginnen befragt, die sich nach ihrer Aussage mehrheitlich gegen eine Durchführung ausgesprochen hatten. "Ich habe unsere Meinung gesagt, wir müssen die Entscheidung den Trainern und der FIS überlassen. Selbstverständlich ist es nicht fair. Hoffentlich wird es nicht gefährlich für hohe Nummern", sagte die Tschechin vor dem Abbruch. Schon mit Nummer vier sei die Piste bei ein paar Toren gebrochen.

Kirchgasser: "Richtige Entscheidung"
"Es war die absolut richtige Entscheidung. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit Nummer 14 einmal so eine schlechte Piste gefahren bin. Unfair und gefährlich", meinte Kirchgasser. "Für die hinteren Nummern wäre es überhaupt nicht mehr gegangen. Es war auch keine Werbung für den Sport." Die Salzburgerin hofft, dass das Rennen nachgetragen wird.

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