Mi, 13. Dezember 2017

Konsens gefunden

29.01.2016 19:39

Das sind die Käufer für 88 Zielpunkt-Filialen

Der letzte Akt im Zielpunkt-Drama mit ehemals knapp 230 Filialen ist eingeläutet. Bald sperren an 88 Standorten der insolventen Kette neue Geschäfte auf. "Wir haben einen Konsens gefunden, der wettbewerbsrechtlich vertretbar ist und möglichst viele Jobs erhält", sagt Theodor Thanner, oberster Wettbewerbshüter des Landes, der bei heiklen Fällen die Übernahmen erlauben muss.

An den meisten Standorten bleiben Lebensmittelgeschäfte. Zum Zug kommen die Supermarktriesen Spar (26 Standorte) und Rewe (20) sowie die Diskonter Hofer (elf) und Lidl (zwei). Die türkische Kette Basak erhält acht Märkte, die Bio-Kette denn's darf sieben neue Läden aufsperren. Auch Branchenfremde werden bei Zielpunkt einziehen: Aus sieben Standorten werden dm-Filialen, Konkurrent Bipa bekommt vier. Fressnapf hat sich zwei Standorte gesichert, Libro erhält einen.

"Bei acht Geschäften konnten wir keine Zustimmung erteilen", so Thanner. Bei der Prüfung ging es darum, dass die Großen der Branche nicht noch mehr Marktmacht bekommen. Deshalb werden 23 Geschäfte nur hergegeben, wenn Spar und Rewe Auflagen erfüllen: Sie müssen teils Flächen reduzieren oder andere Filialen zusperren. Zusätzlich erwartet Thanner Vorschläge, wie der Wettbewerb künftig zu beleben ist.

Ob Masseverwalter Georg Freimüller die rund 25 Geschäfte, die jetzt noch übrig sind, in einer weiteren Runde anbietet, ist offen. Online versteigert wird vom Auktionshaus Rouka & Schuster jedenfalls bereits die Einrichtung der mehr als 100 Zielpunkt-Filialen, die schon im Dezember niemand wollte.

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