Sa, 21. Oktober 2017

Nach Sturz in Kitz

29.01.2016 08:07

Reichelt: „Froh, dass ich die Albträume los bin“

Sagenhafter Hannes Reichelt: Fünf Tage nach dem Crash von Kitzbühel fuhr er in Garmisch wieder die Trainingsbestzeit. Der Start am Samstag ist fix.

Hannes Reichelt wird am Samstag, genau eine Woche nach seinem Horror-Crash auf der Streif in Kitzbühel, bei der Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen. Das machte der 35-Jährige nach dem ersten Training auf der Strecke im Schatten der Zugspitze klar. Zumal ihm da mit der Bestzeit ein kleines Ski-Wunder gelungen war.

"Der Kopf ist eine Sau"
"Mit Torfehler, ich würde das nicht überbewerten", dämpfte Reichelt die Begeisterung. Mehr freute ihn sein "Sieg" über die eigene Psyche."Der Kopf", sagte Hannes im Ziel von Garmisch, "ist eine Sau."Das klang so deftig wie eine bayrische Schweinshaxe. Aber genau so hatte es der 35-Jährige  auch gemeint. Schließlich hat der Kopf ihn in den letzten Tagen richtig, richtig arg gequält.

Denn so ein Horrorsturz auf der Streif in Kitzbühel lässt sich nicht einfach aus der Skifahrer-Seele löschen wie irgendeine Datei am Computer. Der arbeitet noch lange im und am Körper, der spukt noch ewig im Oberstübchen herum. Tag und Nacht.

"Ich bin  in den letzten  Nächten mehrmals aus dem Schlaf hochgeschreckt, weil ich den Sturz in Kitzbühel noch einmal erlebt habe. Je schneller man da auf die Ski zurückkehrt, desto besser. Und ich bin froh, dass ich mit dem ersten Trainingslauf in Garmisch den Kopf wieder beruhigen konnte."

Bestzeit mit Torfehler
Die Albträume von Hannes sollten seit Donnerstag wieder Geschichte sein - die Albträume der Konkurrenz beginnen nun erst. Denn Hannes legte sagenhafterweise fünf Tage nach dem Crash auf der Streif wieder eine Bestzeit hin. Stolze sechs Zehntel vor Kjetil Jansrud. Eine Trainingsleistung, die Reichelt aber nicht ins Scheinwerferlicht schieben wollte. Wegen eines Torfehlers: "Ich weiß nicht, was das gebracht hat."

Wichtiger als die Zeit war ohnehin der Fitness-Check unter Wettkampf-Bedingungen. Das beleidigte linke Knie verhielt sich größtenteils ruhig - die Schmerzen selbst auf der Waschrumpel bei der Ausfahrt Hölle minimal: "Nicht mehr, als ich es beim Gehen auch spüre."
Der Start am Samstag ist somit klar. Da atmete auch Herrenchef Andi Puelacher auf: "Wir sind schon sehr froh, dass er fahren kann."

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