Di, 17. Oktober 2017

Gebrochener Flügel

28.01.2016 10:25

Waldohreule „Aurelia“ lässt sich in EGS versorgen

Ganz hilflos saß sie da: Eine niederösterreichische Familie fand Waldohreule "Aurelia" vor wenigen Tagen flugunfähig am Straßenrand in Leobendorf. Sie brachte sie zunächst in die Vogelklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Nach der professionellen Erstversorgung kam sie zur Genesung in die von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" unterstützte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS).

"'Aurelia' hatte eine Fraktur im Ellbogenbereich des Flügels und eine blutende Wunde an einer Zehe", berichtet die "Vier Pfoten"-Expertin Brigitte Kopetzky. In der EGS wird sie nun vom Team rund um Leiter Hans Frey bestens versorgt und kann wieder zu Kräften kommen.

Aurelia soll wieder fliegen lernen
"Nach Ausheilung ihres Flügelbruchs muss Aurelia wieder fleißig fliegen üben, bevor wir sie wieder in die Natur entlassen können", sagt Kopetzky. In der EGS werden regelmäßig nicht nur verletzte Eulen und Greifvögel, sondern auch Igel, Fledermäuse und Sumpfschildkröten fachmännisch versorgt und, wenn möglich, wieder freigelassen.

Jungvögel werden durch Ammeneltern aufgezogen
In der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee konnte 2015 über 970 Tieren geholfen werden, darunter mehr als 800 Wildvögel, wobei davon etwa die Hälfte Jungvögel waren. Alle Jungtiere wurden, wenn möglich, durch Ammeneltern der gleichen Art großgezogen und zu 90 Prozent wieder freigelassen.

Auch andere Wildtiere werden versorgt
Die EGS ist die einzige Pflegestation, in der Jungvogelfindlinge durch Ammen derselben Vogelart, also in einem natürlichen Familienverband, großgezogen werden können. Dadurch werden die schädlichen  Folgen einer Handaufzucht vermieden. Auch Igel, Fledermäuse und Sumpfschildkröten wurden fachmännisch versorgt und, wenn möglich, wieder in die Natur entlassen.

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