Sa, 18. November 2017

Regionen-Ranking

27.01.2016 10:45

Arbeitsmarkt-Bilanz 2015: Wien ist Schlusslicht

Die Arbeitslosigkeit in Österreich war im Jahr 2015 nach Regionen und Bundesländern sehr unterschiedlich verteilt. Insgesamt hat sich die Lage aber fast überall verschlechtert - insbesondere in Wien, wo die Zahl der Arbeitslosen um fast ein Fünftel gestiegen ist. Das zweitschwächste Bundesland war Kärnten, am besten schnitt Salzburg vor Oberösterreich ex aequo mit Vorarlberg ab.

In ganz Österreich lag die Arbeitslosenquote im Vorjahr bei 9,1 Prozent und damit um 0,8 Prozentpunkte höher als im Jahr 2014. In der Bundeshauptstadt stieg die Quote sogar um 1,9 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent. In absoluten Zahlen betrachtet wurden 2015 vom Arbeitsmarktservice 354.332 Arbeitslose gemeldet. Mehr als jeder Dritte davon, nämlich 124.685 Menschen, war in Wien registriert. Die arbeitslosen, aber aktuell nicht jobsuchenden Schulungsteilnehmer sind in den Zahlen nicht erfasst.

Außerhalb Wiens war der schwächste Bezirk in Österreich Spittal an der Drau in Oberkärnten mit 12,6 Prozent Arbeitslosigkeit, gefolgt von Villach (12,0 Prozent) und Völkermarkt (11,5 Prozent) - gleich drei Kärntner Bezirke haben also einen "Stockerlplatz" unter den Schwächsten am Arbeitsmarkt. Das Bundesland Kärnten insgesamt verzeichnete 11,1 Prozent Arbeitslosigkeit, ein Zuwachs um 0,4 Prozentpunkte gegenüber 2014.

Salzburg im Bundesländerranking top
Im Bundesländerranking liegen nach dem positiven Spitzenreiter Salzburg (5,9 Prozent, Zuwachs um 0,2 Prozentpunkte zum Jahr 2014) gleich zwei Bundesländer am zweiten Platz: Vorarlberg (6,1 Prozent, plus 0,1 Prozentpunkte) und Oberösterreich (6,1 Prozent, plus 0,5 Prozentpunkte). In Oberösterreich finden sich auch jene drei Bezirke mit der besten regionalen Quote: Rohrbach (3,7 Prozent), Eferding (4,0 Prozent) und Freistadt (4,5 Prozent).

Im Ranking folgt dann Tirol mit 7,0 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte) vor der Steiermark mit 8,3 Prozent (plus 0,4 Prozentpunkte). Schwächer sind Niederösterreich (9,1 Prozent, plus 0,6 PP), Burgenland (9,3 Prozent, plus 0,5 Prozentpunkte) und Kärnten (11,1 Prozent, plus 0,4 Prozentpunkte). Absolutes Schlusslicht ist Wien mit 13,5 Prozent und 1,9 Prozentpunkten Zuwachs.

Die hier angeführten Arbeitsmarktbezirke stimmen nicht unbedingt mit den politischen Bezirken überein. So wird etwa bei den Städten Villach und Klagenfurt auch das jeweilige Umland dazugenommen.

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