Sa, 21. Oktober 2017

Australian Open

27.01.2016 15:23

Murray muss im Halbfinale gegen Raonic ran

Der schottische Weltranglisten-Zweite Andy Murray und Milos Raonic haben am Mittwoch ihren Halbfinaleinzug bei den Australian Open perfekt gemacht. Olympiasieger Murray setzte sich gegen den Spanier David Ferrer mit 6:3, 6:7(5), 6:2 sowie 6:3 durch und Raonic bezwang den Franzosen Gael Monfils 6:3, 3:6, 6:3 sowie 6:4 - damit avancierte Raonic übrigens zum ersten kanadischen Halbfinalisten beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne.

Murray musste gegen Ferrer Schwerstarbeit verrichten, um zum insgesamt sechsten Mal in Melbourne unter die letzten vier einzuziehen. Erst nachdem das Dach der Rod Laver Arena wegen des schlechten Wetters geschlossen worden war, dominierte der Schotte die Partie. "Ich denke, das war heute mein bestes Match bisher in diesem Turnier", lautete der Kommentar von Murray nach dem 3:20 Stunden dauernden Duell. Nun will er am Freitag (ab 9.15 Uhr MEZ/live Eurosport) sein fünftes Melbourne-Endspiel erreichen.

Raonic gegen Monfils relativ ungefährdet
Sein Halbfinalgegner Raonic konnte sich anschließend gegen Monfils wieder einmal auf seinen starken Aufschlag verlassen, wie zehn Asse und 29 weitere Service-Winner beweisen. Nur im zweiten Durchgang brachte der Franzose den Kanadier ein bisschen in Bedrängnis. Danach diktierte der gebürtige Montenegriner wieder die Partie, die komplett unter geschlossenem Dach gespielt wurde. Bei diesen Hallenbedingungen wird das Spiel schneller und ist damit ein klarer Vorteil für starke Aufschläger.

Nach Wimbledon 2014 ist es das zweite Mal, dass der in der vergangenen Saison lange verletzte Raonic bei einem der vier Grand-Slam-Turniere um den Finaleinzug kämpft. "Das ist eine große Gelegenheit für mich", betonte der 25-Jährige, der im Achtelfinale den Schweizer Stan Wawrinka ausgeschaltet hatte. Murray zeigte Respekt vor der bevorstehenden Aufgabe: "Er ist gut ins neue Jahr gestartet, das wird nicht einfach."

Djokovic geht als Favorit ins Duell mit Federer
Das erste Herren-Halbfinale findet bereits am Donnerstagabend (9.30 Uhr MEZ/live Eurosport) statt und ist die Partie, der Tennis-Fans entgegenfiebern: Grand-Slam-Rekord-Turniergewinner Roger Federer aus der Schweiz fordert dabei Titelverteidiger Novak Djokovic. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien hat die jüngsten drei Duelle auf Major-Ebene mit dem 34-Jährigen gewonnen und gilt deshalb in der 45. Auseinandersetzung (22:22) als Favorit.

"Roger und Rafael Nadal haben mich zu dem Spieler gemacht, der ich heute bin. Ich denke, diese Rivalitäten haben mich wachsen lassen, mich stärker gemacht und mir gezeigt, was es bedarf, um auf diesem Level bestehen zu können. Roger spielt seit zwei Jahren unglaubliches Tennis. Es wird eine große Herausforderung, ich freue mich darauf", betonte Djokovic, dass sich Federer wieder in absoluter Topform befindet.

Federer: "Ich kann jeden auf der Tour schlagen"
Der Schweizer will das Olympia-Jahr mit dem bereits 18. Major-Triumph seiner Karriere beginnen, es wäre sein erster seit Wimbledon 2012. "Ein weiterer Grand-Slam-Titel würde mir sehr viel bedeuten. Ich denke, das ist der Grund, warum ich immer noch spiele. Ich spüre, dass ich mit den Besten immer noch mithalten kann. Ich kann jeden auf der Tour schlagen", strotzte Federer vor dem Duell mit dem "Djoker" vor Selbstvertrauen.

Kerber im Halbfinale
Bei den Damen erreichte indes Angelique Kerber erstmals in ihrer Karriere das Halbfinale der Australian Open. Die deutsche Nummer eins gewann gegen ihre Angstgegnerin Victoria Asarenka mit 6:3, 7:5 und steht damit zum dritten Mal bei einem der vier Grand-Slam-Turniere in der Vorschlussrunde. Zum letzten Mal hatte vor 18 Jahren eine deutsche Spielerin Down Under im Halbfinale gestanden. Anke Huber scheiterte 1998 aber an Martina Hingis.

"Ich bin einfach nur happy, dass ich sie endlich geschlagen habe und hier erstmals im Halbfinale stehe", sagte Kerber nach ihrer starken Vorstellung in der Rod Laver Arena. "Ich habe mir einfach gesagt, spiele genauso, wie auf dem Trainingsplatz", meinte die Kielerin. "Ich kann es gar nicht in Worte fassen."

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