Mo, 20. November 2017

Forschungsergebnis

26.01.2016 09:52

Hunde sind erstaunlich gute Menschenkenner

Weltweit leben 500 Millionen Hunde in mehr oder weniger enger Beziehung zum Menschen. Sie sind nicht nur die am längsten domestizierten Tiere, sie können mit uns sogar eine Mutter-Kind-ähnliche Bindung eingehen. Wie das möglich ist, zählt zu den spannendsten Fragen der Mensch-Tier-Beziehung, einem relativ jungen Forschungszweig.

Während viele Menschen ein falsches Verständnis vom Hund haben und es wegen Fehlinterpretationen zu Bissverletzungen kommt, haben Hunde selbst eine erstaunlich gute Menschenkenntnis. Ein Team um Ludwig Huber konnte in einer vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) geförderten Studie nachweisen, dass Hunde Gesichtsausdrücke von Menschen unterscheiden können, indem sie ihre Gesichter in die Kategorien fröhlich und zornig einzuteilen lernten.

Erinnerung an Alltagserfahrungen?
Obwohl sie im Training nur entweder die Augen-oder die Mundpartie sahen, konnten sie im Test außerdem auch die andere Gesichtshälfte, selbst von unbekannten Personen, richtig zuordnen. Die Hunde scheinen sich dabei an die entsprechenden Gesichtsausdrücke von Menschen im Alltag zu erinnern.

Augenbewegungen wurden erfasst
Ein Detailergebnis lässt zudem darauf schließen, dass sie die Emotionen des Menschen richtig interpretierten. Laufende Untersuchungen eines vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) geförderten Projekts scheinen dies zu bestätigen. Dabei werden mit einem Blickfolgemessgerät ("Eyetracker") die Augenbewegungen des Hundes beim Betrachten menschlicher Gesichtsausdrücke erfasst.

Rechte Gehirnhälfte für Emotionen
Genau wie wir Menschen schauen die Hunde bei emotionalen Gesichtern vorwiegend auf die linke Seite. Offenbar verarbeiten sie die Emotionen mit der rechten Gehirnhälfte. Ob das ein Ergebnis der Domestikation oder der individuellen Erfahrung ist, kann erst zukünftige Forschung zeigen, unter anderem durch Vergleich mit ihrem Stammvater, dem Wolf.

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