Do, 23. November 2017

Grund in NÖ

25.01.2016 10:17

Neues Zuhause für die Therapiepferde gesucht

Sie heißen "Obelix", "Navajo", "Sippi" und "Flaxi" und sind die Lieblinge von Marcel, Leo, Adam, Stefan und vielen anderen Kindern. Die Therapiepferde vom Verein "Pferde stärken" in Moosbrunn im Süden von Wien leisten ebenso wie ihre "menschlichen Kollegen" Großartiges. Doch jetzt sind sie alle auf Herbergssuche.

Der Verein "Pferde stärken" ist für viele Familien zu einem Zufluchtsort geworden. Während der Therapieeinheiten auf den gutmütigen Pferden vergessen die Kinder ihre Defizite. Worte sind nicht mehr wichtig, Autisten fühlen sich plötzlich verstanden, und der Rollstuhl hat zumindest für Minuten ausgedient.

Ausgebildete Tiere kommen in die Jahre
Das alles ist nur möglich durch den unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz von Andrea Ackerer und ihrem Team. Die Sonderpädagogin hat in den letzten Jahren am Rande von Moosbrunn ein kleines Paradies geschaffen. Vier speziell ausgebildete Pferde und zwei Esel leben und arbeiten auf dem Areal. Doch einige von den Vierbeinern sind in die Jahre gekommen. Nachwuchs muss her. "Natürlich dürfen unsere Senioren bei uns ihre Pension verbringen. Dafür brauchen wir aber mehr Platz", so die Vereinsobfrau.

Neues Projekt "Kinder stärken" im Aufbau
Außerdem steht sie schon mit ihrem neuen Projekt, "Kinder stärken", einem Therapiezentrum für autistische Kinder, in den Startlöchern. Dort sollen künftig Ergo- und Physiotherapeuten sowie Psychologen und viele andere Fachleute zusammenarbeiten. "Der Bedarf ist groß, und wir warten nur darauf, in das neue Abenteuer aufbrechen zu können", sagt Ackerer.

Ganzer Verein geht auf Herbergssuche
1000 Quadratmeter Baugrund benötigt Leider war es nicht möglich, in Moosbrunn ein angrenzendes Grundstück umzuwidmen, daher befindet sich nun der ganze Verein auf Herbergssuche. Benötigt wird ein rund zwei Hektar großes Grundstück, etwa 1000 Quadratmeter davon müssten Bauland sein. "Wir suchen einen Ort, in dem wir willkommen sind", sagt die Initiatorin. Ein erster vorsichtiger Kontakt ist mit der Gemeinde Himberg hergestellt. Nun hoffen alle auf einen positiven Ausgang.

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