Di, 24. Oktober 2017

Ministeriumsbilanz:

22.01.2016 16:26

Mehr als 1000 Schlepper in nur einem Jahr gefasst

Mit einer schier unglaublichen Bilanz lässt inmitten der Flüchtlingskrise das österreichische Innenministerium aufhorchen. Demnach wurden allein im Vorjahr 1090 Schlepper gefasst. Sie sollen laut offiziellen Angaben mehr als 70.000 Menschen in unser Land geschleust haben, die meisten davon waren Syrer.

Vor allem Serben, Ungarn und Rumänen haben die Schlepperei als kriminelles Geschäftsmodell für sich entdeckt. Allein aus diesen drei Ländern kommt fast die Hälfte der gefassten Täter. Vor allem in den Sommermonaten des Vorjahres verging kein Tag ohne Aufgriffe.

Woche für Woche zog die Polizei gut organisierte Schlepperbanden aus dem Verkehr und griff Tausende illegale Einwanderer auf. Unterm Strich wurden mehr als 70.000 Männer, Frauen und Kinder aus Klein-Lkws gerettet oder auf den Straßen aufgelesen. Tatsächlich dürften aber weit mehr Menschen auf diese Weise nach Österreich gelangt sein.

939 Personen wegen Schlepperei in Haft
Diese Zahlen decken sich mit jenen des Justizministeriums. Laut Aufzeichnungen waren im Vorjahr 939 Personen wegen Schlepperei bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation zumindest kurzzeitig in Haft.

Zuletzt hat sich die Situation in Österreichs Gefängnissen wieder etwas beruhigt, derzeit sind die Justizanstalten zu 92 Prozent ausgelastet. "Mit diesem Wert kann man gut arbeiten", so Sprecherin Britta Tichy-Martin. Dennoch werden die Haftplätze in Zukunft weiter ausgebaut.

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