Sa, 25. November 2017

7,8-Mrd.-Euro-Paket

21.01.2016 13:25

Heta-Gläubigerpool lehnt Rückkaufangebot ab

Der Heta-Gläubigerpool, der mehr als fünf Milliarden Euro an landesbesicherten Heta-Anleihen vertritt, lehnt das Angebot Kärntens ab, ihre Papiere mit Abschlag zurückzukaufen. Sie wollen weiter nur ein Angebot akzeptieren, das ihre Ansprüche vollständig abdeckt. Die Gläubiger verweisen auf Verfassungsprobleme. Dennoch wollen sie weiterhin mit Bund und Kärnten verhandeln.

Die Gläubiger pochen auf einen langfristigen Zahlungsplan. Sie glauben nicht, dass Kärntens Zahlungsfähigkeit mit 1,2 Milliarden Euro ausgeschöpft ist. Dieser Betrag "spiegelt nicht einmal ansatzweise dessen Vermögenswerte bzw. Leistungsfähigkeit wider", heißt es in einer Aussendung der Gruppe.

Auch sei es unverantwortlich, über eine Insolvenz des Landes Kärnten zu diskutieren, das würde nur die Finanzierungskosten des Landes erhöhen. Eine Insolvenz Kärntens wäre außerdem "der erste Fall, in dem ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union einem seiner Bundesländer bei der Abwendung der Zahlungsunfähigkeit nicht zu Hilfe käme", schreiben die Gläubiger.

Erst am Mittwoch war den Heta-Gläubigern ein Angebot vorgelegt worden. Politische Vertreter hatten sich zuversichtlich gezeigt, dass das Angebot angenommen werden würde.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden