Sa, 25. November 2017

World Economic Forum

20.01.2016 11:13

Das Handy der Zukunft wird in den Kopf implantiert

Beim World Economic Forum (WEF) im schweizerischen Davos treffen sich dieser Tage die wichtigsten Staats- und Konzernchefs der Welt, um sich über die wirtschaftliche Entwicklung der Zukunft auszutauschen. Naturgemäß ist dabei auch Technik ein Thema. Und hier haben die Mächtigen interessante Vorstellungen, wohin die Reise geht: zum implantierbaren Handy beispielsweise.

In einem großen Report zu den Zukunftsprognosen der Entscheidungsträger erklärt Erik Brynjolfsson von der renommierten US-Technikuniversität MIT: "Computer und andere digitale Fortschritte tun für unsere mentale Kraft - die Fähigkeit, unser Gehirn zu benutzen, um unsere Umwelt zu verstehen und zu verändern - das Gleiche wie die Dampfmaschine und ihre Nachfolgetechnologien für die Muskelkraft."

Gemeint sind mit dieser Prognose insbesondere implantierbare Technologien - von intelligenten Tätowierungen bis hin zum direkt in den Kopf implantierten Smartphone. Derlei implantierte Geräte könnte man dabei nicht nur zur direkten Hirn-zu-Hirn-Kommunikation ohne Umweg über gesprochene Sprache nutzen, sie könnten auch zur Überwachung der Gesundheit verwendet werden und allerlei Körperfunktionen messen.

US-Armee entwickelt bereits Hirn-Chips
Erwartet werden solche Implantate für das Jahr 2023. Dass die Idee implantierter Kommunikations- und Überwachungs-Chips keine Zukunftsmusik mehr ist, zeigt derweil schon heute ein neues Projekt der militärischen US-Forschungseinrichtung DARPA.

Wie das IT-Portal "The Next Web" berichtet, arbeitet man dort an einem implantierbaren neuronalen Chip für Soldaten, mit dem sie direkt - ohne Umweg über ein Eingabegerät - mit Computern kommunizieren können. Das würde zunächst militärisches Gerät wie gedankengesteuerte Kampfroboter ermöglichen, langfristig könnten solche Technologien aber wohl auch zivil eingesetzt werden.

Sind die Gedanken mit Hirn-Chip noch frei?
Im WEF-Report werden neben den zu erwartenden Vorteilen solcher Technologien auch ihre möglichen Nachteile diskutiert. Dazu zählen logischerweise Privatsphäre-Ängste der Nutzer. Wenn das Handy direkt im Kopf ist, sind die Gedanken dann noch frei? Können sich Hacker durch solche Technologien direkt im Kopf einnisten? Solche und ähnliche Fragen werden implantierbare Technologien aufwerfen, wenn sie auf den Massenmarkt drängen.

Der Report thematisiert noch viele andere neue Technologien, insgesamt sind es 21 zentrale Zukunfts-Trends. Selbstfahrende Autos sollen den WEF-Teilnehmern zufolge beispielsweise bereits in zehn Jahren eine alltägliche Erscheinung im Straßenverkehr sein. Jedes zehnte Auto könnte 2026 ohne Fahrer auskommen. Die Folge: Weniger Unfälle, aber wohl auch Massen arbeitsloser LKW- und Taxi-Fahrer.

Den kompletten Zukunftsreport des WEF finden Sie hier - inklusive weiterführenden Infos zu Themen wie 3D-Druck in Produktion und Medizin, intelligenten Brillen, der Bitcoin-Technologie Blockchain und Künstlicher Intelligenz.

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