Fr, 25. Mai 2018

Mit Blei belastet

17.01.2016 16:52

Notstand wegen verseuchten Wassers in Michigan

Wegen einer Bleiverseuchung des Trinkwassers in einer Großstadt hat US-Präsident Barack Obama den Notstand im Bundesstaat Michigan erklärt. Obama habe Bundeshilfe angeordnet, um die Behörden der Stadt Flint und des Bundesstaates zu unterstützen, teilte das Weiße Haus am Samstag mit.

Zu den Maßnahmen der Regierung gehört die Bereitstellung von Trinkwasser, Wasserfiltern und Test-Sets für eine Dauer von bis zu drei Monaten. Die Ausrufung des Notstands diene dazu, "Leben zu retten und die öffentliche Gesundheit und Sicherheit zu schützen" und eine drohende Katastrophe abzuwenden, hieß es aus dem Weißen Haus. Michigans Gouverneur Rick Snyder hatte den Präsidenten um den Schritt gebeten, mit dem leichter Bundesmittel bereitgestellt werden können.

Trinkwasser aus Fluss entnommen
Flint koppelte sich 2014 größtenteils aus Spargründen aus dem Versorgungsnetz der nahe gelegenen Stadt Detroit aus und bezog sein Wasser danach aus dem schmutzigen Flint River. In der Kläranlage sei es aber nicht den Vorschriften entsprechend gereinigt worden, berichteten der Sender CNN und die "Washington Post". Das Wasser sei so ätzend gewesen, dass es die Wasserleitungen anfraß und neben Eisen auch Blei ins Trinkwasser gelangte.

Nachdem bei immer mehr Kindern ein überdurchschnittlich hoher Bleigehalt im Blut festgestellt worden war, räumten die Behörden schließlich im vergangenen Herbst erstmals das Problem ein. Inzwischen läuft die Versorgung wieder über das Detroiter System - allerdings gelangt wegen der angegriffenen Rohre weiterhin so viel Blei ins Wasser, dass es Experten zufolge nur zum Waschen, aber nicht zum Trinken geeignet ist.

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