So, 19. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

16.01.2016 08:00

Mehr Realität bei Pensionsvorausberechnung

"Wird schon wieder auf Kosten braver Steuerzahler gespart?", fragte sich Claudia K. aus Niederösterreich. Ihre vorausberechnete monatliche Pension ist innerhalb von Monaten um knapp 200 Euro gesunken. Ursache: Weniger Fiktion, dafür mehr Realität bei der Berechnung.

Jeweils im Jänner und im November des Vorjahres hat die 55-jährige - wie viele andere auch - ein Schreiben der Pensionsversicherungsanstalt zu den erworbenen Pensionsansprüchen erhalten. Wer diese Briefe aufmerksam gelesen hat, dem wird bei den Beträgen womöglich ein Unterschied aufgefallen sein. Bei Claudia K. war die vorausgesagte Pensionshöhe im November knapp 200 Euro weniger als noch im Jänner. "Ich arbeite seit 41 Jahren und fühle mich für dumm verkauft", ärgert sie sich nun.

Ursache für die "geschrumpfte" Pension ist aber nicht etwa ein neues Sparpaket, sondern eine neue Berechnungsmethode. Bis Juni 2015 sei bei sämtlichen Pensionsvorausberechungen fiktive Aufwertungsfaktoren basierend auf Wirtschaftsprognosen berücksichtigt worden, so die PVA zur Ombudsfrau. Davon sei man abgegangen. Bei den gegenwärtigen Vorausberechnungen seien die zuletzt gespeicherten Beitragsgrundlagen ohne jegliche Aufwertung angenommen werden. Dadurch ergebe sich in der Regel nunmehr ein geringerer Prognosewert.

Wie realistische die neue Berechnung ist, wird sich spätestens beim jeweiligen Pensionsantritt zeigen...

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