So, 17. Dezember 2017

Mutter angezeigt

15.01.2016 13:38

Totes Baby in Mistkübel einer Wohnung entdeckt

Ein grausiger Fall um eine Kindestötung ist am Freitag in Salzburg bekannt geworden. Eine 35-jährige Frau soll ihr Baby zwischen 6. und 7. Jänner in ihrer Unterkunft im Bezirk Zell am See geboren haben. Das Kind wurde nun von Polizisten tot in einem Mistkübel in der Küche der Wohnung entdeckt. Es war in einem Plastiksack verpackt. Eine Obduktion ergab, dass das Neugeborene bei der Geburt noch gelebt hatte.

Die 35-Jährige, die als selbstständige Pflegehelferin arbeitet, hatte nach der Geburt das Krankenhaus Schwarzach im Pongau aufgesucht. Sie klagte über Bauchschmerzen. Die Ärzte schöpften daraufhin Verdacht und erstatteten Anzeige. "Die Frau erklärte, dass das Kind bereits bei der Geburt tot war", erklärte der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Robert Holzleitner, am Freitag. Es habe sich um ein Mädchen gehandelt.

Die bisher unbescholtene Rumänin wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die Staatsanwaltschaft leitete gegen sie ein Ermittlungsverfahren wegen "Tötung eines Kindes bei der Geburt" ein. Im Falle eines Schuldspruches droht der Beschuldigten ein Strafrahmen von einem Jahr bis zu fünf Jahren Haft.

Neugeborenes in Klagenfurter Mülltonne entdeckt
Erst vor knapp einer Woche hatte eine Passantin in einer Mülltonne in Klagenfurt ein lebendes Neugeborenes entdeckt. Der kleine Bub war allerdings stark unterkühlt - seine Körpertemperatur betrug damals nur noch 21 Grad -, befindet sich mittlerweile aber in stabilem Zustand. Von der Mutter fehlt nach wie vor jede Spur. Die Ermittlungen laufen.

Video: Passantin entdeckt Neugeborenes in Mülltonne

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