Fr, 15. Dezember 2017

Jansrud vor Svindal

15.01.2016 15:54

Wengen-Kombi: Norweger feiern Doppelsieg!

Norwegischer Doppelsieg in der Wengen-Kombi! Kjetil Jansrud gewann am Freitag denkbar knapp vor seinem Landsmann Aksel Lund Svindal (+0,04 Sekunden) und dem Franzosen Adrien Theaux (+0,13). Die Österreicher hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Als bester ÖSV-Läufer landete Romed Baumann (+1,30) unmittelbar vor Vincent Kriechmayr (+1,32) auf Rang acht.

Dass drei Speedpiloten in der Kombi auf dem Stockerl standen, kam doch überraschend. Sie fanden sich auf dem eisigen, auf die Abfahrtspiste verlegten Slalom überraschend gut zurecht, das Trio zählt auch in der Abfahrt am Samstag zu den Favoriten. Für Jansrud war es der zwölfte Weltcupsieg, der zweite in dieser Saison nach dem Parallel-Riesentorlauf in Alta Badia. Im Gesamtweltcup kam Svindal bis auf 85 Punkte an Leader Marcel Hirscher heran. Kombi-Weltmeister Hirscher (Verzicht) und der Schweizer Olympiasieger Sandro Viletta (verletzt) waren nicht am Start.

Der WM-Zweite Jansrud hatte nach der Abfahrt 0,90 Sekunden Rückstand auf Svindal, trotz eines schweren Fehlers am Zielhang rettete er mit der siebtbesten Slalomzeit - damit war er zum Beispiel schneller als Technikspezialist Alexis Pinturault (FRA) - noch den Sieg. "Ich war überrascht, dass ich noch vorne war", sagte der 30-Jährige, der auch den Parallel-Riesentorlauf im Dezember vor Svindal gewonnen hatte. Punkte, die beide sicher in der Menge in diesen beiden Rennen nicht so erwartet hatten.

Baumann mit Abfahrt nicht zufrieden
Einen Top-Ten-Rang vergab der WM-Vierte Baumann bereits in der Abfahrt, als es ihn beim Canadian Corner weit abtrug und er laut eigener Schätzung eine Sekunde verlor. "Die meisten guten Ergebnisse in der Kombi habe ich über die Abfahrt reingefahren. Ich bin aber schon so lange keinen Slalom mehr auf einer so harten Piste gefahren", sagte der Tiroler, der am Ende mit der drittbesten Slalomzeit nur 1,30 Sekunden Rückstand auf Jansrud hatte und 2/100 Sekunden vor Kriechmayr lag.

Der haderte ebenfalls mit seiner Abfahrtsleistung ("Ich weiß nicht genau, wo ich heute die Zeit verloren habe"), zeigte aber eine gute Slalomperformance. "Das ist für uns Abfahrer hier eine lustige Sache", meinte der Oberösterreicher, dem die Kombination als Bewerb "taugt" und der mit Rang neun durchaus zufrieden sein konnte. Auch er überraschte im Torlauf mit zehntbester Zeit.

Der kurzfristig noch für die Kombi nominierte Patrick Schwaiger hatte nach der Abfahrt 2,67 Sekunden Rückstand auf Svindal, er kam nach dem Slalom auf Endrang 23 (3,42). "Die Abfahrtsleistung war vom Training auf heute ein Schritt vorwärts. Mein Kreuz hat auch gut gehalten, und es ist doch relativ hart", sprach der Pongauer die Pistenverhältnisse und seine Rückenprobleme an.

Endstand:
1. Kjetil Jansrud (NOR) 2:37,61 Min.
2. Aksel Lund Svindal (NOR) 2:37,65 +00,04
3. Adrien Theaux (FRA) 2:37,74 +00,13
4. Thomas Mermillod Blondin (FRA) 2:37,89 +00,28
5. Dominik Paris (ITA) 2:38,10 +00,49
6. Marc Gisin (SUI) 2:38,59 +00,98
7. Klemen Kosi (SLO) 2:38,73 +01,12
8. Romed Baumann (AUT) 2:38,91 +01,30
9. Vincent Kriechmayr (AUT) 2:38,93 +01,32
10. Peter Fill (ITA) 2:38,99 +01,38
11. Natko Zrncic-Dim (CRO) 2:39,21 +01,60
12. Jared Goldberg (USA) 2:39,24 +01,63
13. Alexis Pinturault (FRA) 2:39,29 +01,68
14. Valentin Giraud Moine (FRA) 2:39,36 +01,75
15. Max Franz (AUT) 2:39,55 +01,94
16. Adam Zampa (SVK) 2:39,88 +02,27
17. Maxence Muzaton (FRA) 2:39,95 +02,34
18. Mattia Casse (ITA) 2:40,23 +02,62
19. Siegmar Klotz (ITA) 2:40,27 +02,66
20. Martin Cater (SLO) 2:40,73 +03,12
21. Justin Murisier (SUI) 2:40,77 +03,16
22. Bryce Bennett (USA) 2:40,93 +03,32
23. Patrick Schweiger (AUT) 2:41,03 +03,42
24. Ivica Kostelic (CRO) 2:41,10 +03,49
25. Krystof Kryzl (CZE) 2:41,12 +03,51
26. Nils Mani (SUI) 2:41,15 +03,54
27. Andreas Romar (FIN) 2:41,19 +03,58
28. Broderick Thompson (CAN) 2:41,41 +03,80
29. Maciej Bydlinski (POL) 2:41,59 +03,98
30. Andreas Sander (GER) 2:41,71 +04,10
Weiter:
31. Otmar Striedinger (AUT) 2:41,78 +04,17

Ausgeschieden im Slalom u.a.: Carlo Janka (SUI), Andrew Weibrecht (USA), Pawel Trichischew (RUS), Bostjan Kline (SLO), Ted Ligety (USA), Aleksander Aamodt Kilde (NOR), Christof Innerhofer (ITA)

Im Slalom nicht am Start: Hannes Reichelt (AUT), Andrej Sporn (SLO), Erik Guay (CAN), Beat Feuz (SUI), Ondrej Bank (CZE), Marc Berthod (SUI)

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