Mo, 20. November 2017

„Null Toleranz“

15.01.2016 09:51

Nach Sex-Attacken an Schule: Vorwürfe bestritten

Die Ermittlungen nach den Belästigungen an der Neuen Mittelschule Schlossstraße in Salzburg laufen auf Hochtouren. Die vier Verdächtigen - drei Afghanen und ein Syrer - gaben gegenüber der Polizei an, dass sie die Schülerinnen nicht sexuell belästigt hätten, die vorgeworfenen Rempeleien nicht ernst gemeint seien und von beiden Seiten kämen.

Die Schüler sind dennoch bis auf Weiteres suspendiert. Zwei der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kamen am Donnerstag noch in die Schule, wurden aber abgeholt, damit sie sicher in ihre Unterkunft zurückkommen.

"Ähnliche Vorfälle an anderen Schulen gab es nicht", sagt Roland Bieber, Leiter der Präsidialabteilung des Landesschulrates. Nachdem rund um Silvester die Belästigungen in Köln bekannt wurden, hatte die Direktorin der NMS bereits reagiert und die Lehrer um Wachsamkeit gebeten. Die betroffenen Schülerinnen sprachen am Mittwoch zum ersten Mal die Vorfälle an, obwohl es offenbar schon seit November immer wieder Probleme gegeben hatte.

"Null Toleranz"
"Für Belästigungen an der Schule gibt es null Toleranz. Der Fall muss gemeinsam mit der Polizei umgehend aufgeklärt werden", heißt es aus dem Büro von Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Das Land und der Landesschulrat haben nun einen Fünf-Punkte-Plan herausgebracht. Darin heißt es etwa, dass Lehrer angewiesen werden, dass bei einem Verdacht von Übergriffen sofort die Schulleitung zu informieren ist. Es soll eine enge Kooperation mit der Polizei geben und Schulpsychologen werden sich gegebenenfalls um Opfer kümmern.

Betroffen zeigt sich auch Landesrätin Martina Berthold, zuständig für Frauen und Integration: "Ich bin entschieden gegen Gewalt - egal von wem sie ausgeht." Sie will noch im Frühjahr das Projekt "Heroes" starten. Dabei sollen junge Männer mit Migrationshintergrund zu den Themen Gleichstellung und Menschenrechte ausgebildet werden und dann als Botschafter für eine gewaltfreie Gesellschaft in Schulen, Asylquartieren oder Jugendzentren mit Gleichaltrigen Kontakt aufnehmen. Ein ähnliches Projekt ist auch für Erwachsene in Vorbereitung.

Video: Frauen fordern Aufklärung nach Massenübergriffen in Köln

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