So, 27. Mai 2018

Michael Mittermeier

14.01.2016 16:04

"Wild" ging es am Mittwoch im Zillertal zu

Stand-up-Comedy vom Feinsten gab es am Mittwoch im Europahaus in Mayrhofen: Kabarettist Michael Mittermeier präsentierte sein neues Programm "Wild" und eröffnete damit seine Tour mit über 40 Terminen in Österreich und Deutschland. Er wandelte Alltagssachen in witzige Szenen um, wagte sich aber auch an ernste Themen wie die Flüchtlingsdebatte heran - und schockierte dabei mit scharfen Aussagen.

Wie bekommt man die Welt in den Griff? Oder noch wichtiger: Wie bekommt man sich selbst in den Griff, wenn die Welt sich nicht mehr im Griff hat? Das ist die zentrale Frage des neuen Programms "Wild" von Comedian Michael Mittermeier.

Von Serienkillern bis hin zu Diktatoren

Rund zweieinhalb Stunden hatte er sturmfrei, feierte die wildeste Party der Stand-up-Comedy. Und alle waren gekommen: Unauffällige Serienkiller, kuriose Modelleisenbahnbesitzer, Geteerte und Gefederte. Auch die Polit-Prominenz war dabei: Obama, Putin und Bush sowie der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un und der G7-Bürgermeister, "der absolut kein Englisch kann".

Kein Auge blieb trocken

Beim Erzählen seiner (Alltags-)Geschichten - die oft wahre Begebenheiten sind - gelang es ihm, exakte Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Die Augen der vielen Zuschauer blieben dabei nur selten trocken. So etwa bei den Schilderungen der skurrilen Spielplatzbesuche mit seiner 8-jährigen Tochter. Auch das Zillertal und seine Bewohner nahm er gekonnt aufs Korn: "Ich muss aufpassen, was ich sage, denn es gibt lediglich eine Straße, die vom Tal hinaus führt."

Zwischendurch auch ernste Töne

Mittermeier mischte dieses Mal aber auch ein paar ernste Töne darunter und löste bei den Zusehern mit scharfen Aussagen ein Raunen aus. So richtig ernst wurde er bei der Flüchtlingsdebatte. Von der Hassgesellschaft habe er mittlerweile die Schnauze einfach nur gestrichen voll. Im Vergleich zu seinen vorherigen Programmen ist "Wild" rotziger, wilder, purer - und sehenswert.

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