Mo, 21. Mai 2018

Nach Istanbul-Terror

14.01.2016 13:50

Türkische Armee griff "fast 500" IS-Stellungen an

Nach dem tödlichen Anschlag in Istanbul hat die türkische Armee nach offiziellen Angaben Hunderte Stellungen der Dihadistenmiliz Islamischer Staat angegriffen. Panzer und Artillerie hätten nach dem "feigen Attentat von Istanbul", bei dem zehn Deutsche getötet worden waren, "fast 500" IS-Stellungen im Irak und in Syrien angegriffen, sagte Regierungschef Ahmet Davutoglu am Donnerstag in Ankara.

Dabei seien etwa 200 Kämpfer des IS, den Ankara für den Anschlag verantwortlich macht, getötet worden. Die Artillerie-Angriffe seien in den letzten 48 Stunden erfolgt, erklärte Davutoglu. Bestätigungen aus Syrien und dem Irak gab es zunächst nicht.

Nach Angaben der türkischen Behörden hatte sich am Dienstag ein 28-jähriger Syrer im Herzen von Istanbuls Altstadt vor einer deutschen Reisegruppe in die Luft gesprengt und zehn deutsche Touristen mit in den Tod gerissen, sieben weitere Deutsche wurden verletzt. Der Attentäter war nach türkischen Angaben Anhänger der Terrormiliz IS, die sich bislang aber nicht zum Anschlag bekannt hat.

Indes bombardierte Frankreich in der Nacht auf Donnerstag ein IS-Telekommunikationszentrum im Nordirak. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sagte dem Fernsehsender BFMTV, die Streitkräfte hätten "ein Propagandazentrum" bei Mossul angegriffen. Seit Montag hätten französische Kampfjets insgesamt siebenmal Stellungen des IS angegriffen.

IS-Großangriff nahe irakischer Stadt Tikrit
Der Islamische Staat begann am Donnerstag nahe der irakischen Stadt Tikrit einen Großangriff auf Anhänger der Regierung. Die Extremisten seien aus mehreren Richtungen vorgerückt, teilten irakische Sicherheitskreise mit. IS-Kämpfer hätten unter anderem einen Teil der Hauptverbindungsstraße zwischen den Städten Tikrit und Kirkuk unter ihre Kontrolle gebracht. Im März hatten Armee und schiitische Milizen die Stadt Tikrit rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad vom IS zurückerobert. Es war eine der schwersten Niederlagen für die Extremisten im Irak.

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