So, 20. Mai 2018

Zustand stabil

14.01.2016 12:04

Herzprobleme: Israels Ex-Präsident Peres im Spital

Der israelische Ex-Präsident Shimon Peres ist am Donnerstag mit Herzproblemen ins Spital eingeliefert worden. Nach einem ärztlichen Eingriff sei der Zustand des 92-Jährigen stabil, teilte sein Sprecher am Vormittag mit. Bundespräsident Heinz Fischer übermittelte Peres seine "besten Genesungswünsche".

Peres habe seinem Mitarbeiter zufolge "über Schmerzen in der Brust geklagt" sowie über Herzrhythmusstörungen, weshalb er in das Krankenhaus Sheba Tel Hashomer nahe seinem Wohnort in Tel Aviv gebracht wurde. "Dort wurde per Katheter eine verengte Arterie diagnostiziert, die dann erweitert wurde." Der neunte Staatschef Israels, der im Juli 2014 nach siebenjähriger Amtszeit vom amtierenden Präsidenten Reuven Rivlin abgelöst wurde, fühle sich gut.

Der Ex-Staatschef sei die ganze Zeit bei Bewusstsein gewesen "und hat nicht aufgehört, von seinen terminlichen Pflichten zu reden", sagte Peres' Hausarzt Raphy Walden bei einer Pressekonferenz. Auch wenn sein Zustand jetzt sehr zufriedenstellend sei, werde Peres zur Beobachtung noch einige Tage im Krankenhaus bleiben. Danach könne er seine gewohnten Tätigkeiten fortsetzen.

Fischer sendet "beste Genesungswünsche"
Bundespräsident Heinz Fischer übermittelte Peres seine "besten Genesungswünsche". Fischer verwies nach Angaben der Präsidentschaftskanzlei in dem Schreiben auf die jahrzehntelange Freundschaft mit Shimon Peres und auf viele gemeinsame politische Grundüberzeugungen und wünschte dem "großen israelischen Staatsmann" baldige Besserung.

Der in Wiszniew im damaligen Polen und heutigen Weißrussland geborene 92-jährige Peres wurde 1993 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Er war zweimal Ministerpräsident und Staatsoberhaupt von 2007 bis 2014. Was den Friedensprozess im Nahost-Konflikt betrifft, steht für den Ex-Präsidenten fest: "Es gibt keine Alternative zur Zweistaatenlösung."

Angesichts der Krisen in der Region - etwa in Syrien und im Irak - sowie aufgrund des Terrors müssten alle Länder im Nahen und Mittleren Osten zusammenstehen, hatte er im Vorjahr betont. "Einen Kopf abzuschneiden ist keine religiöse Aktion", sagte Peres. Der Terror habe bereits zu viele Menschenleben auf dem Gewissen, viele tragische Verluste erzeugt und Millionen zu Flüchtlingen gemacht. "Wir alle müssen zusammenstehen."

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