Sa, 18. November 2017

Nimmt sich aus Spiel

13.01.2016 22:25

Strache will nicht Bundespräsident werden

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat sich am Mittwoch für die Bundespräsidentenwahl aus dem Spiel genommen. Er strebe nach wie vor das Bundeskanzleramt an, sagte er bei einer Pressekonferenz. Wen die Freiheitlichen für das oberste Amt im Staat nominieren wollen, ließ Strache weiter offen: "Wir haben keinen Zeitdruck." Aber: Mögliche Kandidaten gebe es einige.

"Ich wäre sicherlich ein guter Bundespräsident, aber sicher ein besserer Bundeskanzler", antwortete der FPÖ-Chef auf die Frage, ob er vielleicht selbst Kandidat für die Hofburg werden könnte. Noch stehe nicht einmal fest, ob die Freiheitlichen einen Kandidaten nominieren werden: "Wüssten wir es, würden wir heute ein Ergebnis präsentieren." Zeit habe man jedenfalls genug, Strache stellte eine Entscheidung für Mitte Februar in Aussicht. Zunächst gelte es einmal zu bewerten, zu beurteilen und potenzielle Kandidaten eventuell zu einem Hearing einzuladen.

Fichtenbauer oder Moser FPÖ-Kandidaten?
Eher abgeneigt zeigte sich Strache zu den bereits fixen Bewerbern. Es handle sich bei diesen um "Kompromisse", aber eher nicht um den "Optimalzustand" für die Freiheitlichen. Zudem verfüge man selbst über genug Personalreserven. "Es gibt einige verdienstvolle Persönlichkeiten, die dafür infrage kommen", betonte der FPÖ-Chef und nannte Namen, mit denen bereits öffentlich spekuliert worden war, wie Volksanwalt Peter Fichtenbauer und abermals Rechnungshofpräsident Josef Moser. Der blaue Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer habe sich ja bereits eher abgeneigt geäußert.

Verärgert zeigte sich Strache über die von diversen Medien gestellte Frage an bereits fixe Präsidentschaftskandidaten, ob diese ihn im Falle eines Wahlsiegs zum Kanzler angeloben würden. "In einer Demokratie sollte selbstverständlich ein Wahlergebnis akzeptiert werden", kritisierte er etwa Aussagen des grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen. "Wer nicht bereit ist, das zu tun, stellt sich außerhalb des Verfassungsbogens", verglich Strache derartige Ansichten mit den Zuständen in einer Diktatur.

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