Di, 21. November 2017

„Sicherheitsgründe“

13.01.2016 16:02

Teuerste Sperrzone Wiens nachts taghell beleuchtet

Betreten verboten, aber das heißt noch lange nicht, dass man die teuerste Sperrzone Wiens, die Wiental-Terrasse, in der Nacht nicht taghell beleuchten kann. Wie berichtet, ist die 4,3 Millionen Euro teure Überplattung im Winter "aus Sicherheitsgründen" nicht für Besucher zugänglich. Erst im Frühling wird sie geöffnet.

Jetzt können sich die Wiener und Touristen also in der Nacht hübsch beleuchtet ansehen, was sie nicht betreten dürfen. "Die Beleuchtung ist schön anzusehen, und der Bereich ist auch aus Sicherheitsgründen hell", heißt es aus der MA 33 (Wien leuchtet) - Stichwort "Angst-Raum".

Die "aus Sicherheitsgründen" gesperrte und "aus Sicherheitsgründen" beleuchtete Wiental-Terrasse wird mit Einbruch der Dunkelheit zumindest bis Mitternacht putzig bestrahlt, dann gehen die Lichter aus - der "Angst-Raum" bleibt dann für ein paar Stunden dunkel. Im Übrigen ist der Bereich in Margareten bis zum Frühling Sperrzone - dann wird eröffnet.

Wirbel um grüne Prestigeprojekte
Der Fall reiht sich in eine ganze Serie von grünen Prestigeprojekten ein, die in der Vergangenheit für Diskussionen sorgten. In jüngster Zeit wirbelten besonders die nach wie vor umstrittenen Ampelpärchen ordentlich Staub auf, deren Installation mit 63.000 Euro zu Buche schlug.

Im vergangenen Sommer sahen zudem viele Radfahrer rot, als grün eingefärbte Radwege - die neue Färbung des Radstreifens sollte eigentlich dazu dienen, die Zahl der Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern zu minimieren - aufgrund der Hitze abfärbten und ihre Spuren auf den Reifen der Fahrräder hinterließen.

Für Gesprächsstoff und muntere Diskussionen sorgten im Frühling des Vorjahres auch die überdimensionalen Plakate der Grünen - eine auf einem Besen reitende oder mit Klebeband an einer Hauswand pickende Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou -, die im Vorwahlkampf am Naschmarkt prangten.

Und nicht zu vergessen: Auch der 25 Millionen Euro teure Umbau der "Mahü" in eine Fußgängerzone ging nicht emotionslos und vor allem pannenfrei vonstatten.

Aus dem Video-Archiv: Letzter Stein auf "Mahü" verlegt - aber mit Panne

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