So, 19. November 2017

Brutales Täter-Duo

12.01.2016 18:48

Gelähmter Mann in NÖ im eigenen Haus überfallen

Zwei mit Sturmhauben maskierte und mit einem Messer bewaffnete Täter haben in der Nacht auf Dienstag bei einem Raubüberfall auf ein Wohnhaus in Niederösterreich einen 72-jährigen Querschnittgelähmten und seine 43-jährige Betreuerin mit Schlägen verletzt. Erbeutet wurden Bargeld und zwei Fahrräder. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb bisher ohne Erfolg.

Die beiden Männer durchsuchten nach Polizeiangaben gegen 4 Uhr vermutlich einige Räume im Keller und Erdgeschoß des Einfamilienhauses, bevor sie das Schlafzimmer des Mannes betraten. Ein Täter schlug sofort mit der Faust auf den 72-Jährigen ein. Als ihm seine rumänische Betreuerin zu Hilfe kommen wollte, wurde sie von beiden Tätern vor dem Schlafzimmer mit Schlägen attackiert.

Die Maskierten forderten in gebrochenem Deutsch Bargeld. Als die 43-Jährige die Täter anflehte, ihr nichts zu tun, ließen sie von ihr ab. Die Männer flüchteten mit der Geldbörse der Frau, in dem sich ein geringer Geldbetrag befand, und zwei erbeuteten Fahrrädern, die sie zuvor offenbar schon bereitgestellt hatten.

Täterbeschreibung
Beim ersten Täter handelt es sich um einen etwa 1,85 Meter großen, sportlichen Mann, der mit einer dunklen Kapuzenjacke und Jeans bekleidet war. Sein Komplize ist rund 1,70 Meter groß, ebenfalls mit dunkler Kleidung. Beide waren mit einer Sturmhaube maskiert und trugen schwarze Lederhandschuhe.

Hinweise werden an das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 059133-30-3333 erbeten.

Serie von "Home-Invasions"
Im Zuge der Ermittlungen wird auch ein Zusammenhang mit mehreren derartigen "Home-Invasions" von Juni bis September 2015 in Niederösterreich geprüft. Laut einem Sprecher der Landespolizeidirektion dürfte es sich aber um eine neue Tätergruppe handeln. Im September wurde eine siebenköpfige Bande aus Rumänien gefasst. Ihnen wird neben einem Raubmord in Bayern eine Reihe von äußerst brutalen Überfällen auf Hausbesitzer in Nieder- und Oberösterreich sowie in der Schweiz vorgeworfen. Die in verschiedenen Ländern mehrfach vorbestraften Männer im Alter von 21 bis 48 unternahmen Raubzüge bis in die Beneluxstaaten.

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